10 Jahre Institut für Israelogie

 

In diesem Jahr 2014 feiert das Institut für Israelogie sein 10-jähriges Bestehen! Mit Beginn des Wintersemesters 2014/15 beginnt das 21. Semester israel-theologischer Forschung seit der Gründung des Israel-Instituts der FTA e.V. in Gießen im Jahre 2004. Durch eine großzügige finanzielle Unterstützung in Form eines Stiftungsbetrags von „Christen für Israel“ (CfI) unter der Leitung von ihrem Vorsitzenden, Dr. Fritz May, können seitdem vielfältige Projekte der Institutsarbeit realisiert werden.

Das Institut hat es sich zur Aufgabe gemacht, biblische Aussagen über Israels Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu erforschen, einschließlich der biblisch-prophetischen Verheißungen hinsichtlich Volk, Staat, Land und Glauben Israels. Des Weiteren werden auch die gemeinsamen christlich-jüdischen Wurzeln erforscht, das Verbindende und das Trennende zwischen Christen und Juden untersucht und natürlich auch Geschichte, Literatur und Religion des historischen und modernen Judentums ergründet. Schwerpunkte setzt das Institut auf die theologische Klärung der Rolle Israels in der Heilsgeschichte und auf das biblisch-theologische Verhältnis zwischen Christen und Juden sowie auf die theologische Klärung des Dialogs mit messianischen Juden und ihrem Selbstverständnis.

 Ziel des Instituts für Israelogie ist es, in Forschung und Lehre ein biblisch-heilsgeschichtlich begründetes und theologisch fundiertes Verständnis von Israel zu fördern. Es soll im Ernstnehmen der Verheißungen und prophetischen Aussagen der Heiligen Schrift die Rolle Israels als Gottes einst erwähltes und nach wie vor – trotz Verstockung – von Gott geliebtes Volk für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft theologisch reflektieren und so zur Überwindung der durch Substitutionstheorie sowie Antisemitismus belasteten Unglücksgeschichte zwischen Kirche und Israel beitragen und damit zur Versöhnung zwischen Christen und Juden einladen.

Diese Ziele sollen bei Gemeindeleitern wie auch in Gemeinden immer wieder neu ins Bewusstsein gerufen werden. Auf Anfrage hin bieten wir daher Schulungswochenenden und Seminare zu biblischen und israel-theologischen Themen vor Ort in den Gemeinden an. Zusätzlich werden auf unserer Homepage (www.israelogie.de) regelmäßig Artikel veröffentlicht, die Themen der Israellehre, des Judentums und angrenzender, ähnlicher Themen, die der Aufgabenstellung des Instituts entsprechen, aufgreifen und die Verstehen fördern möchten, ganz nach dem Motto des Instituts: „Erst die Fakten. Dann die Meinung“, gemeint ist „zu Israelthemen“.

In 10 Jahren Institutsgeschichte konnte einige angestoßen und verwirklicht werden:

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Band 3 der EDIS Reihe

Seit 2009 gibt es eine eigene hausinterne Buchreihe, die den Namen „EDIS“ (Edition Israelogie) trägt und die im Peter Lang Wissenschaftsverlag herausgegeben wird. In der EDIS-Reihe sind bisher sieben Bände zu Themen der Israel-Theologie publiziert worden, u.a. „Christen, Juden und die Zukunft Israels“, „Wem gehört das ‚Heilige Land’?“.

Weiterhin verleiht das Institut für Israelogie seit 2007 den Franz-Delitzsch-Preis. Prämiert werden hierbei wissenschaftliche Arbeiten, die in herausragender Weise sachkompetent und in Übereinstimmung mit den Forschungsschwerpunkten des Instituts eine heilsgeschichtliche Israelogie sowie das Anliegen des Instituts insgesamt fördern.

Im Laufe der Jahre der Instituts-Arbeit hat das Institut einige Referenten eingeladen, die Gastvorlesungen oder Vorträge an der Freien Theologischen Akadamie bzw. Hochschule (FTA/FTH) gehalten haben. Hierzu zählen z.B. Dr. Arnold Fruchtenbaum (Ariel Ministries, Texas), Dr. Richard Harvey (All Nations, London), Prof. Dr. Richard Schultz (Wheaton College), Prof. Dr. Darrell Bock (DTS Dallas), Prof. Dr. C (Ft. Worth)raig Blaising; Avi Syner von „Jews for Jesus“, der Jerusalem-Korrespondent Johannes Gerloff, Markus Jerominski, Prof. Dr. Leen Ritmeyer und Prof. Dr. Isaac Kalimi, die beide Israel-Studientage an der FTA  durchgeführt haben, des Weiteren Alexander Schick („Das wahre Sakrileg“, „Qumran“) sowie Dr. Vered Hillel, eine messianisch-jüdische Dozentin aus Jerusalem. Zudem fördert das Institut seit Jahren Gastvorträge von Wissenschaftlern, die an der FTH in Lehrveranstaltungen der Abteilungen AT, NT und ST Gastvorträge halten und Schulungen durchführen. Auch in Zukunft sollen diese Kooperationen mit national und international lehrenden Wissenschaftlern fortgeführt und durch das Institut gefördert werden

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Pfr. Dr. Berthold Schwarz

Pfr. Dr. Berthold Schwarz als Leiter des Instituts hält regelmäßig deutschlandweit Vorträge, Seminare und Schulungen in Gemeinden zur biblischen Israelogie, um das Anliegen des Instituts auch in Gemeinden wach zu halten oder erstmals zu implantieren. Er kommt zu diesem Zweck auch zu Ihnen in die Gemeinde, sofern Sie Interesse haben und ihn einladen möchten.

Außerdem hat das Institut zahlreise Studienreisen veranstaltet oder unterstützt, u.a. nach Berlin, Frankfurt, Erfurt, Halle (geplant) und nach Israel. Jedes Jahr wird vom Institut eine ganz besondere Reise nach Israel gesponsert: etwa 1-2 Studenten der FTH Gießen (auch gerne mehr, sofern notwendiger finanzieller Support und Spenden dazu eingehen) können für ein sechswöchiges Stipendium auserkoren werden (Bewerbung – Auswahlverfahren usw.), um dann kostenlos in Israel am Programm der Sommer-Universität der Ben-Gurion Universität des Negev in Beer Sheva teilzunehmen. Dabei belegen die Gewinner des Stipendiums u.a. einen Sprachkurs in Neu-Hebräisch sowie Lehrveranstaltungen zu Jüdischen Studien und Israelwissenschaften. Sie erleben Israel als historischen Boden vieler biblischer Ereignisse, aber auch in seiner politischen und auf lebensnahe Art und Weise (z.B. angesichts des Nahost-Konflikts, der innerjüdischen religiösen Spannungen, der Internationalität der Studierenden usw.).

Die studentischen Mitarbeiter des Instituts, bisher alle Studierende der FTH, pflegen die Webseite, nehmen an israel-relevanten und messianisch-jüdischen Konferenzen teil, um durch Interviews mit Vortragsrednern und Verantwortlichen aus der lebendigen Welt des Judentums und des messianischen Judentum in Deutschland zu berichten und unterstützen den Institutsleiter im Bereich der Planungen und der Administration.

Alle Mitarbeitenden im Institut wünschen sich, dass die Instituts-Arbeit in den nächsten 10 Jahren noch weitere gute Früchte trägt, so dass die Studierenden, christliche Gemeinden und die akademische Forschung in der Israellehre noch mehr einen unaufgebbaren und  selbstverständlichen Bestandteil des christlichen Glauben entdecken.

Wir danken allen, die das Institut bisher durch Gebet und Gaben unterstützt haben, die die Institutsarbeit auf vielfältige Weise bereichert haben und die das Anliegen der Arbeit teilen. Wir danken unserem Gott für seine Gnade in den zurückliegenden Jahren, um das Institut aufzubauen und vorwärts zu bringen. Wir freuen uns über alle, die auch weiterhin dem Israel-Institut die Treue halten und ihre Anliegen unterstützen. Vielen Dank, „vergelt´s Gott“ !

 (ts)