Homosexuelle erhalten israelischen Pass

Das israelische Einwanderungsrecht wurde reformiert. So heißt es in einer Verlautbarung vom August 2014: “Die Tore Israels stehen für jeden Juden und seine Familie unabhängig von der sexuellen Orientierung offen”. Die Alijah (wörtl. “Aufstieg”, die Bezeichnung für die Einwanderung von Juden in den jüdischen Staat) erlaubt jetzt auch gleichgeschlechtlichen nicht-jüdischen Ehepartnern von Juden die israelische Staatsbürgerschaft zu erwerben. Bisher hatten nicht-jüdische Partner bei ihrer Einwanderung lediglich eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bekommen, welche vom Bestand der eingetragenen Lebensgemeinschaft abhängig war. Auch in Deutschland und der gesamten EU wird dies mit bi-nationalen Partnerschaften so gehandhabt. Seit 2006 erkennt der jüdische Staat grundsätzlich im Ausland geschlossene Ehen an.

Immer mehr orthodoxe Juden haben keine Scheu mehr ihren homosexuellen Lebensstil zur Schau zu stellen. Seit 2002 findet in Jerusalem jährlich die Gay Pride Parade statt, von jüdisch orthodoxer Seite gibt es nur wenig Widerstand. Juden, Muslime und Christen lehnen jedoch in der Mehrheit – in seltener Einigkeit – eine solche Parade in der heiligen Stadt ab, obwohl man bei dieser weder Küsse in der Öffentlichkeit, provozierende knappe Kostüme oder gar nackte Haut zu sehen bekommt. Dafür sorgen 1500 uniformierte Polizisten, denen ein kreisender Hubschrauber hilft, den Überblick über die 3000 bis 4000 friedlichen Demonstranten zu bewahren.

Während religiöse Juden und Muslime gegen die Schwulenbewegung kämpfen, halten jüdishe und muslimische Homosexuelle im Kampf für Gleichberechtigung zusammen.

Was die ultraorthodoxen Juden angeht, sind in deren Vierteln in Jerusalem um die Zeit der Gay Pride Parade die verschiedensten Sprüche und Verse zu dieser Thematik zu lesen, so zum Beispiel: „Wir werden in die Straßen der Stadt den Krieg gegen Amalek den alttestamentarischen Erzfeind Israels) bringen, wir werden das Schwert des (biblischen) Bundes tragen und Jerusalem vor der Schande retten.“

In Israel haben Homosexuelle schon seit vielen Jahren mehr Rechte als in Deutschland. In der nur sechzig Kilometer entfernten Hafenstadt Tel Aviv hingegen, sieht die Welt ganz anders aus als in der heiligen Stadt. Dort treffen sich zur Gay Pride Parade mehr als 20000 Personen, sogar Trauungen von schwulen und lesbischen Paaren wurden an den Stränden der Stadt durchgeführt.

Wie hierzulande gibt es auch in Israel religiöse Führerpersönlichkeiten, die sich zu ihrer Homosexualität bekennen, so der orthodoxe Rabbiner aus der Küstenstadt Netanja. Er gab zur besten Sendezeit im Fernsehen bekannt, dass er Männer liebe, und gehört zu den Gründern von Hod, einem Verein von orthodoxen Homosexuellen.

Daneben gibt es Bewegungen wie die des ultraorthodoxen Psychologen Adam Jessels in Jerusalem: Der Therapeut schwärmt von seinen Klienten als „heroischen Männern und Frauen, die keine Erfüllung im schwulen Lebensstil finden und darum kämpfen, ihn zu überwinden, um ein heterosexuelles Leben führen zu können.”

 (mr)

 
Quellen:
http://www.dw.de/die-kleinen-wunder-von-jerusalem/a-1627624?maca=de-Newsisfree_germanhomepage-22-rdf
http://www.faz.net/aktuell/politik/schwule-juden-ploetzlich-sind-sich-alle-einig-1650101.html
http://haolam.de/The-cheerful-Coyote/2014-8/artikel_18662.html
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/20023
http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Politik/Israel-weitet-Einwanderungsrecht-auf-homosexuelle-Ehepartner-aus
http://de.wikipedia.org/wiki/InterPride#2005.2F2006_.E2.80.93_Jerusalem
 
Bilder:
Titelbild: Guy Yitzhaki@flickr; Lesbisches Paar und Tel Aviv Gay Pride Parade: U. S. Embassy Tel Aviv@flickr (CC-BY-SA-2.0); Polizisten: Eman@wikimedia; Protest: Benj@flickr
   

Inmitten der aktuellen Flut von Meldungen und Bildern über die Geschehnisse in Nahost und die dadurch ausgelösten weltweiten Proteste und Reaktionen stehen wir tagaus tagein vor der großen Herausforderung, uns eine ausgewogene und sachgerechte Meinung bilden zu müssen. Deshalb möchten wir Ihnen eine Auswahl in den letzten Tagen erschienener Artikel präsentieren, die verschiedene Aspekte des Gaza-Konflikts beleuchten sowie Stellung beziehen und die wir – ohne jeweils alle Äußerungen der Autoren zu befürworten – für lesens- und nachdenkenswert halten.

Israel muss sich wehren” – Dieter Graumann (Süddeutsche Zeitung, 16. Juli 2014)

Dieter Graumann, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland nimmt Stellung zum aktuellen Konflikt, indem er das Hamas-Regime und deren “Dschihad-Ideologie” unter die Lupe nimmt.

Er schreibt: “Bei Raketenalarm schickt Israel die Menschen in die Bunker. Die Hamas schickt die Menschen auf die Dächer. Wie kann man diesen Unterschied nicht sehen? Im Gaza müssen die Menschen endlich befreit werden – von der Hamas, die Menschenrechte mit den Füßen tritt, Frauen diskriminiert, Homosexuelle verfolgt und politisch Andersdenkende foltert. Statt in Bildung und Zukunft zu investieren, verwendet man alles Geld für den Waffenkauf, und alle Anstrengung gilt der Gewalt.”

Somit, fordert Graumann, dürfe die Welt nicht länger die Augen davor verschließen, dass die Hamas, nicht weit von uns entfernt und unterstützt durch ein globales islamistisches Terrornetzwerk, die Werte bekämpft, die uns in unserer westlichen Welt so lieb und teuer sind: Freiheit, Toleranz, Gleichberechtigung und Demokratie.

“A letter to friends who want to understand what is happening in Gaza” – Mordecai Finley (The Times of Israel, 18. Juli)

In diesem englischsprachigen Brief eines in den USA lebenden Juden an seine Freunde möchte Rabbi Mordecai Finley – im Übrigen Verfechter eines palästinensischen Staates – die Welt dafür sensibilisieren, wie die Hamas im aktuellen Konflikt die internationale Presse gezielt für ihre Zwecke nutzt.

Es schockiere ihn nicht, schreibt er, dass das Hamas-Regime sich einen Vernichtungskrieg mit zahllosen zivilen Opfern auf die Fahnen geschrieben hat, denn solche habe es leider – vor allem im 20. Jahrhundert – überall und immer wieder gegeben. “Die einzige Sache, die mich wirklich ärgert”, führt Finley aus, “neben der Tatsache, dass Menschen versuchen meine Familie zu töten und mein Volk auslöschen wollen, ist: Sie nutzen die Presse als eine Kriegstaktik, und Menschen fallen darauf herein.”

Im Folgenden führt der Rabbi aus, wie die Hamas sich beispielsweise über Blockaden beschwert, dennoch aber tausende riesiger Raketen ins Land einführt, wie sie diese Raketen in öffentlichen Plätzen aufbewahrt und für ihre Bevölkerung keine Bunker zur Verfügung stellt – weil sie nämlich genau wisse, wie die Presse auf die zivilen Opfer, die das Ergebnis dieser Handlungen sind, reagieren wird: oberflächlich.

 “Nein, es sind nicht beide schuld” – Tim Huss (Linkster Blog, 22. Juli 2014)

Der Vorsitzende der Jusos Darmstadt liefert in diesem Blogeintrag wichtige, grundlegende Gedanken: Er unterscheidet zwischen Einzeltätern (wie zum Beispiel extremen Siedlern) und dem System, er grenzt “die Palästinenser” von dem terroristischen Hamas-Regime ab, und er liefert zuletzt in einigen prägnanten Sätzen eine Augen öffnende Gegenüberstellung zwischen letztgenanntem und Israel. Beispiel: “Israel schützt seine Bevölkerung durch Abwehrraketen. Die Hamas schützt ihre Raketen durch die Bevölkerung.”

Dieser Vergleich gipfelt bei Huss in der simplen Schlussfolgerung, dass eben nicht “beide schuld sind” und Israels aktuelle Abwehrreaktion – auch aufgrund mangelnder Alternativen – ohne Abstriche nachvollziehbar sei. Dass zudem unter dem Deckmantel einer sachlichen “Israel-Kritik” in den letzten Tagen hierzulande sogar das Existenzrecht Israels in Frage gestellt wurde (si in diesem taz-Kommentar), verurteilt Huss in aller Schärfe: “Wer einen palästinensischen Staat für eine palästinensische Nation fordert, einen jüdischen Staat für eine jüdische Nation ablehnt, ist lupenreiner Antisemit.”

“Es gibt ja genug Gründe, uns Juden nicht zu mögen” – Henryk M. Broder (Die Welt, 26. Juli 2014)

In diesem wie immer bissig-ironischen Kommentar Henryk M. Broders geht der jüdische Journalist der aufgrund der Vielzahl an anti-israelischen Protesten hochaktuellen Frage nach, wo denn Antisemitismus beginnt. Seine einfache Antwort: “Wer Juden etwas übel nimmt, das er Nichtjuden nicht übelnimmt, ist ein Antisemit.”

Ausgehend von dieser Definition deckt Broder den aus seiner Sicht überall versteckten Antisemitismus in unserer deutschen Gesellschaft auf und bedauert die Tatsache, dass nach dem Holocaust keine judenfeindliche Äußerung mehr als gefährlich eingestuft werde, solange sie nicht dem Massenmord der Shoa gleich komme. Broder schreibt in Bezug auf die Ermorderung von vier Juden im Jahr 2012 in Toulouse: “Die Messlatte liegt bei sechs Millionen. Nur vor diesem Hintergrund stellen vier tote Juden keine neue Dimension eines Antisemitismus in Europa dar.”

Daraus folge, dass heute Raketen aus Gaza als “Feuerwerkskörper” verharmlost und Hamas-Kämpfer als bemitleidenswerte Opfer beschrieben werden, die sich nur nach Frieden und Freiheit sehnten. Broder formuliert scharf: “Man wünscht sich fast, einer dieser Feuerwerkskörper möge dort landen, wo solche Sätze geschrieben werden, nur um zu sehen, wie gelassen die Fachleute für angewandte Pyrotechnik darauf reagieren. Oder was sie machen würden, wenn sich plötzlich im Vorgarten ein Loch im Boden auftäte, aus dem Hamas-Vertreter in voller Kampfmontur auftauchen. Würden sie schreiend davonlaufen oder den Gästen Kaffee und Kuchen anbieten, wissend, dass es Menschen sind, die ‘wie Maulwürfe Tunnel in Nachbarländer graben, um manchmal für ein paar Tage oder Stunden Freiheit zu schnuppern’, wie ein deutscher Politiker auf seiner Facebook-Seite bloggte, der ‘die Hölle auf Erden’ über einen der Tunnel betreten hatte.”

(jp)

Seit ihrem überraschenden Fund im Jahre 1948 üben die in Qumran gefundenen Schriftrollen eine Faszination auf Experten und interessierte Bibelleser aus. In dem folgenden Video nimmt der Archäologie Prof. Guys Stiebel vom Archäologischen Institut der der Hebräischen Universität Jerusalem die Zuschauer mit auf eine informative und unterhaltsame Reise in die Geschichte. Der Fund der Schriftrollen im Toten Meer in fünf Minuten zusammengefasst und mit Hilfe von ansprechenden Comic-Zeichungen untermalt – sehen Sie hier:

 

(jp)

Haben die deutschen Schlagzeilen über die jüngsten Ereignisse in Nahost eine Schlagseite zugunsten der Hamas und ihrer Angriffe oder ist dies nur ein subjektiver Eindruck, der auf der selektiven Wahrnehmung vieler aufmerksamer (und zum Teil pro-israelischer) Leser beruht? Dieser Frage geht der Sprachexperte Anatal Stefanowitsch, Professor für die Struktur des heutigen Englisch an der FU Berlin und Mitbegründer von www.sprachlog.de, in seinem aktuellen Artikel in der Jüdischen Allgemeinen nach.

Ihm zufolge wurde vor allem in den sozialen Netzwerken in den letzten Wochen immer wieder auf die unausgewogene Berichterstattung in Deutschland hingewiesen, welche vor allem die Angriffe Israels auf den Gazastreifen erwähne und verurteile, und viel weniger die Angriffe der Hamas auf Israel.

Um diese Beobachtung einer Prüfung zu unterstellen, analysierte Stefanowitsch über Google News alle Schlagzeilen deutscher Zeitungen zum Stichwort “Nahost” zwischen dem 6. und 11. Juli – und zwar im Hinblick auf ihre Überschriften. Seinem Ergebnis stellt er eine sachgerechte Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse in nur einem Satz voran: “Die Hamas hat Städte in Israel mit Raketen angegriffen (und tut das noch), die israelische Armee hat daraufhin Ziele im Gazastreifen bombardiert und bereitet den Einmarsch von Bodentruppen vor.” Diese recht simple Beschreibung ließe zu erwarten, dass die Hamas und Israel zu etwa gleichen Teilen als aktive Kräfte in diesem neu aufgebrochenen Konflikt benannt werden.

Dies war vom 6. bis 11. Juli jedoch nicht der Fall. Stefanowitschs Analyse dieser sechs Tage in der deutschen Medienlandschaft kommt zu den folgenden Schlussfolgerungen:

  1. In den Schlagzeilen wurden mehr als doppelt so viele israelische Aktionen, nämlich 92, dokumentiert, im Vergleich zu 40 Aktionen der Hamas.
  2. Israel wurde häufiger als expliziter Akteur benannt: Dies war in drei Viertel der Meldungen über israelische Aktionen der Fall, während nur die Hälfte der Schlagzeilen über Gaza überhaupt einen Akteur enthielt – oftmals wurde hier wie in “Raketenangriffe auf Tel Aviv” nur das Ereignis genannt.
  3. Die Meldungen, die Israel explizit als Akteur benannten, drückten dies in der Hälfte der Fälle durch die sehr eindeutige Subjektposition aus: “Israel bombadiert Gazastreifen”. Auf der anderen Seite war dies nur bei einem Drittel der Schlagzeilen so. Hier herrschte die Ortsangabe “Gaza” vor, zum Beispiel in “Raketen aus Gaza”, wobei der Akteur nur implizit erwähnt wird.
  4. Israel wurde öfter als Angreifer dargestellt: Nur zwei Mal ist von einer “Reaktion” die Rede, kein einziges Mal wurden israelische Aktionen als “Verteidigung” benannt. Wenn es um die Hamas ging, enthielten hingegen nur ein Fünftel der Meldungen Wörter wie “angreifen”, stattdessen überwogen Formulierungen wie “Raketen abfeuern”.
 

Stefanowitsch schreibt dazu: “Ein Zögern, die Hamas oder andere palästinensische Akteure als Angreifer darzustellen, zeigt sich also nicht nur darin, dass diese nur in der Hälfte der Fälle überhaupt benannt sind, sondern auch in der Wortwahl dort, wo sie explizit erwähnt werden.”

Nun könnte natürlich sein, dass ein Teil dieser Beobachtungen darauf zurückzuführen ist, dass die israelischen Verhältnisse einfacher und klarer zu durchdringen sind als die im Gazastreifen. So erwähnt der Autor später, dass es bezüglich Israel immer so scheine, als sei das ganze Land beteiligt, während auf der anderen Seite stets zwischen der Hamas-Regierung und der Zivilbevölkerung getrennt werde. Die Frage ist nun, ob es für recht kurze Schlagzeilen alternative Formulierungen gibt. “Die Palästinenser” als Subjekt wäre falsch, da dies die Bevölkerung des Westjordanlands einschließen würde. Und analog zu “Israel droht mit Militärschlag” etwa zu schreiben “Gazastreifen schießt Raketen ab” wäre sprachlich etwas holprig oder sogar inkorrekt, da es sich beim Gazstreifen um ein Küstengebiet handelt, das Teil der palästinensischen Autonomiebehörde ist und nicht wie bei Israel um einen politischen Staat.

Deshalb sind einige Beobachtungen unter Vorbehalt zu betrachten und darf die deutsche Presse nicht vorschnell als “israelfeindlich” tituliert werden. So weist Stefanowitsch darauf hin, dass im Anschluss an besagte Schlagzeilen oft eine detaillierte, sachgerechte und ausgewogene Berichterstattung folgt. Das ist schon mal nicht schlecht. Und auch dass “die aktuellen Ereignisse im Zusammenhang einer langen, sehr komplexen Geschichte stehen, ist keine Frage, und diese Geschichte lässt sich in Schlagzeilen natürlich schwer unterbringen.” Doch dies erkläre noch nicht, so der Autor weiter, “die systematische Asymmetrie in der Darstellung der Akteure.”

Den deutschen Medien scheint es schwer zu fallen, der Hamas die Verantwortung – oder zumindest eine Mitverantwortung – für die aktuelle Krise in Nahost zuzuschreiben. Darauf deuten nicht zuletzt allseits bekannte Formulierungen wie “Raketenhagel aus Gaza” hin, die den Eindruck erwecken, es handele sich dabei um ein Naturphänomen oder eine Wetterkatastrophe, an der niemand schuld ist und unter der alle leiden. Letzteres ist zumindest der Fall, und so bleibt zu hoffen, dass das von Stefanowitsch hervorgehobene Differenzierungsvermögen der deutschen Presse, das anscheinend noch vorhanden ist, auch auf die Schlagzeilen angewandt wird, prägen diese doch allzu häufig das Meinungsbild vieler Leser – auch und vor allem derer in den sozialen Netzwerken.

(jp)

 
Quellen:
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/19700
 

In einem provokativen Artikel in der Jüdischen Allgemeinen erläuterte vor kurzem Rabbi Shmuley Boteach, warum dem Judentum zufolge “Lust und nicht Liebe der Schlüssel zu einer erfolgreichen Ehe” sei. Der Artikel beruht auf Auszügen aus Boteachs Buch “Kosher Lust: Love is not the Answer”, das der prominente Rabbi nach Büchern wie “Kosher Sex: A Recipe for Passion and Intimacy” (1999), “Kosher Adultery: Seduce and Sin with your Spouse” (2002) und “Kosher Jesus” (2012) in diesem Jahr veröffentlichte.

Bei seiner These von der “koscheren Begierde” unterscheidet der 47-jährige Rabbi aus den USA strikt zwischen der hebräischen Bibel, dem Alten Testament, und dem Neuen Testament. Während seiner Ansicht nach letztgenanntes die Rolle der Liebe beim Gelingen einer Ehe betone, stehe im Judentum das Gebot der gegenseitigen Begierde an erster Stelle. Boteach begründet dies mit den Zehn Geboten: Ihm zufolge impliziere das Verbot der Begierde fremder Frauen (2. Mose 20,17) im Umkehrschluss das Gebot, die eigene Frau sexuell zu begehren. Auch wenn die Betonung der Rolle der Sexualität in der Ehe sicher inhaltlich richtig ist, ist diese Herleitung des orthodoxen Rabbis angreifbar: Schließlich kann man aus dem Verbot, das Vieh des Nächsten zu begehren, auch nicht einfach schließen, dass das eigene Vieh begehrt werden soll. Vielmehr finden wir hier den Aufruf mit dem zufrieden zu sein, was man hat, sich und seine Errungenschaften nicht zu vergleichen und dem Neid zu verfallen.

Einen weiteren Beleg für seine These sieht Shmuley Boteach, der über die Vereinigten Staaten durch seine zahlreichen Bücher, seine TV-Shows sowie so manche provokative Aussage Berühmtheit erlangt hat, in dem Buch des Hohenlied. Der Talmud bezeichnet dieses erotische Liebesgedicht als das heiligste Buch der jüdischen Bibel. Boteach widersetzt sich jener rein allegorischen jüdischen Auslegung, beispielsweise von Maimonides im 12. Jahrhundert, der zufolge hier die innige Liebe zwischen der gläubigen Seele und Gott besungen werde. Auch in der christlichen Auslegungsgeschichte war die Deutung dieser von Salomo beschriebenen Liebesbeziehung auf Christus und die Gemeinde lange Zeit vorherrschend. Für den einflussreichen Fernsehrabbi liegt der Schlüssel zur Interpretation dieses biblischen Buches im Charakter Jahwes selbst: Seine Erscheinung im Dornbuch sowie als Feuersäule zeigen ihn als “einen Flächenbrand, ein tobendes Inferno, die Erschütterung selbst”, weswegen für den Menschen das Wichtigste sei, in seiner Beziehung zum Allerhöchsten die Leidenschaft zu finden. Dies gelte ebenso für jede andere Beziehung, in der der Mensch stünde.

Aus diesem etwas konstruiert erscheinenden Gedankengang schließt Boteach, dass nun das Hohelied uns zeige, wie die Leidenschaft neu entfacht werden könne: Seiner Meinung nach werde in diesem Buch nämlich stets nur der “Status des Hungers” beschrieben, in dem die zwei Liebenden sich befinden. Weil sie einander ständig vermissen, sich aber gegenseitig nie zur Verfügung stehen und ihre Lust somit nicht vollzogen wird, verzehren sie sich in Leidenschaft füreinander. Andere (christliche) Deutungen widersprechen dieser Ansicht allerdings und arbeiten heraus, dass in Hld 3,6-5,1 mit Hilfe zahlreicher Bilder die Hochzeit des Paares beschrieben wird. Die Verse vorher sind demnach von besagter Zurückhaltung geprägt, während die anschließenden Formulierungen darauf hinweisen, dass die Ehe nun vollzogen wurde (vgl. 4,16 und 5,1: “Mein Freund komm in seinen Garten” und “Ich bin gekommen in meinen Garten”).

Bleibt man bei der Auslegung des Rabbis, würde im Hohenlied die sündige und verbotene Lust beschrieben, die genau deshalb von einer solchen Leidenschaft gezeichnet ist. Dieses sündige Element ist für Boteach nun der Schlüssel für gelingende Ehen, die laut ihm oft deshalb langweilig würden, weil sie so legal seien. Er stellt deshalb die Frage: “Wie also kann die Ehe, die auf einem Vertrag und auf Exklusivität beruht, gleichzeitig von den Freuden der Sünde und des Eros profitieren?” Und gibt selbst die Antwort, nämlich: indem “das Leben im Allgemeinen und die Ehe im Besonderen sündiger werden”.

Als frommer Jude, für den die eheliche Treue indiskutabel ist, meint der Rabbi mit dem “sündigen Unterboden”, dessen die Ehe bedarf, nicht etwa außereheliche Affären oder ähnliche im Widerspruch zur Heiligen Schrift stehenden sexuell-erotische Aktivitäten. Vielmehr propagiert er den Wandel von einer “kuscheligen Freundschaftsehe” hin zu einer “Lustehe”. Es reiche nicht und werde deshalb im Alten Testament auch nirgendwo propagiert, dass Ehepartner als beste Freunde eine “kollegiale, freundschaftliche und ruhige Ehe” führen. Boteach schreibt: “Was machen Sie mit Ihrem »besten Freund« – schauen Sie zusammen Fußball? Sind Sie keine Liebenden, sondern wohnen Sie in einer gemeinsamen WG? Wenn Sie über den Begriff »bester Freund« nachdenken, dann geht es dabei um eine sehr familiäre Beziehung, die nicht auf tiefer Begierde beruht. Und ich verspreche Ihnen: Sie werden Ihren besten Freund nicht heiraten.”

Ehe, so der progressiv denkende Rabbi, sei zwar auch Freundschaft, gehe jedoch darüber hinaus. Denn seiner Erfahrung nach liegt der Grund für Ehebruch bei Männern oftmals in dem Gefühl, von der Ehefrau nur noch für das geliebt zu werden, was sie – “als Brötchengeber, als verlässlicher Partner und guter Vater” – liefern und nicht dafür, wer sie sind. Gleichermaßen sehnen sich ihm zufolge Frauen nach Männern, die als Liebhaber bis in ihr Innerestes vordringen und ihr Geheimnis enthüllen.

Shmuley Boteach sieht dieses Prinzip auch im Leben der Erzväter Awraham, Jizchak und Jakow begründet: Der Archetyp der Ehe in der Tora beruhe auch deshalb auf “glühender Leidenschaft”, weil zu eine Lustehe eine gewisse Distanz gehöre. Deshalb liege in dem kurzen Dialog aus 1. Mose 8,9 zwischen Abraham und den drei Besuchern eine große Aussagekraft: Auf die Frage, wo sich seine Frau Sara befinde, antwortete der Patriarch “Dort, in dem Zelt.” Dies deutet für Rabbi Boteach darauf hin, dass das Paar getrennte Aktivitäten und Interesseren verfolgte. So könne ein Ehepaar “einander mehr geben, wenn es wieder danach zusammenkommt. Die Trennung macht die Gemeinschaft noch besser.”

Bei diesem Prinzip einer notwendigen guten Mischung zwischen gemeinsamen Interessen, aber eben auch unabhängien Aktivitäten würde dem prominenten Rabbi sicherlich so mancher Ehetherapeut vollstens zustimmen. Ob seine simplifizierte Gegenüberstellung zwischen dem Alten Testament, das die Lust betone, und dem Neuen Testament, das die Liebe betone, so stimmt, ist sicherlich anzuzweifeln. Denn neben der Tatsache, dass auch Christen das Alte Testament als richtungsweisend und Wort Gottes betrachten, spielen bei eventuellen Unterschieden immer auch kulturelle Gegebenheiten eine Rolle. Zudem propagiert allen voran der Apostel Paulus eindeutig die essentielle Rolle der Sexualität für das Eheleben (1Kor 7,3-5).

Dennoch können auch Christen, die zum Teil in Milieus aufgewachsen sind, in denen die Sexualität relativiert bis hin zu tabuisiert wurde, von Boteachs Ausführungen so manches lernen – und so sei dem orthodoxen Rabbi auch das Schlusswort dieses Artikels überlassen: “Ohne Eros zu leben, in Ignoranz zu existieren, ohne das Verlangen nach tiefer Erkenntnis: Das ist ein Leben in Finsternis. Mit »Dvekut« zu leben, mit starker Anhaftung an Gott und an den eigenen Ehepartner – das ist ein Leben voller Leidenschaft, Aufregung und Erschütterung: ein Leben, das sich zu leben lohnt!”

(jp)

 
Quellen:
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/19359
http://www.shmuley.com/
http://en.wikipedia.org/wiki/Shmuley_Boteach
 

“Zehn Maß Schönheit kamen auf die Erde herab. Jerusalem bekam davon neun Maß. Die übrige Welt eins. Zehn Maß Leiden kamen auf die Erde herab. Jerusalem bekam davon neun Maß.”

(Babylonischer Talmud, Qiddušin 49)

Jerusalem ist eine Stadt wie keine andere. “Die Ewige” oder “die Schöne” wird sie auch genannt, “die Heilige” (al-Quds) heißt sie auf Arabisch. Heute, am 28. Mai, wird sie von den Juden gefeiert: Es ist Jerusalem-Tag. Anlass ist 47. Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems im Jahre 1967, als Israel im Zuge des Sechs-Tage-Krieges den Ostteil der Stadt von Jordaninen eroberte. Vorher hatten Juden keinen Zugang zur Altstadt und damit zur ihrem wichtigsten Heiligtum, der Klagemauer.

An verschiedenen Orten in der Stadt werden heute Feierlichkeiten stattfinden, auch eine Parade durch Jerusalem gehört traditionell zu diesem Festtag.

Wenn Sie sich zur Gelegenheit des “Jom Jeruschalajim” auf eine kleine Geschichtsreise in die jahrtausendealte Stadt begeben wollen, laden wir Sie ein, dem folgenden Link zu folgen. Das Forschungsinstitut Smithsonian in Washington veröffentlichte vor kurzem eindrückliche Fotos der heiligen Stadt, bei denen es sich möglicherweise um die ersten handelt, die jemals gemacht wurden:

http://www.smithsonianmag.com/smart-news/see-first-photographs-ever-taken-jerusalem-180949473/?no-ist  

(jp)

 
Quellen:
http://www.israelnetz.com/kultur/detailansicht/aktuell/die-aeltesten-fotos-von-jerusalem-87428/#.U4SywYX8o7A
http://www.israelnetz.com/innenpolitik/detailansicht/aktuell/jerusalem-tag-bewohner-sind-gluecklich-88201/#.U4SzPoX8o7C
 
Foto: privat

Heute ist Jom Ha’atzmaut – der 66. israelische Unabhängigkeitstag. Am 5. Ijjar 5708, also am 14. Mai 1948, hatte David Ben-Gurion die Unabhängigkeit des Staates Israel in Tel Aviv proklamiert. Dies wird seit gestern Abend in ganz Israel fröhlich gefeiert.

Lassen Sie zu dieser Gelegenheit doch einfach dieses Video vom offiziellen Youtube-Kanal des Staates Israel auf sich wirken, in dem 24 Stunden Israel in zwei Minunten zusammengefasst sind – am besten im Vollbildmodus:

     

(jp)

 

Auf der Website der ZEIT ist heute ein Artikel erschienen, den wir Ihnen nahelegen möchten: Chefredakteur Giovanni di Lorenzo höchstpersönlich spricht in einem sehr einfühlsamen Interview mit der 90-jährigen Renate Lasker-Harpprecht in deren Wohnsitz an der Côte d’Azur.

Die Frau des Publizisten Klaus Harpprecht gehört zu den Holocaust-Überlebenden, die nur selten über die Vergangenheit sprechen – sie hat “Angst, die Leute zu langweilen”, sagt sie. Dennoch spricht sie nun mit einer Ehrlichkeit über ihre Erlebnisse im KZ, die berührend und schockierend zugleich ist. Von einigen Zuständen, die in Auschwitz herrschten, werden Sie möglicherweise noch nie etwas gehört haben. Wohl auch deshalb, weil jede Geschichte eine ganz persönliche ist. So auch die von Renate Lasker-Harpprecht.

Hier finden Sie das Interview: http://www.zeit.de/2014/19/auschwitz-ueberlebende-renate-lasker-harpprecht/komplettansicht

(jp)

 

Pfr. Dr. Gerhard Gronauer bei seinem Vortrag

Auf die Suche nach einer theologisch wie politisch angemessenen Haltung zum jüdischen Staat und zum Nahostkonflikt hat am vergangenen Freitag, 25. April 2014, Pfr. Dr. Gerhard Gronauer seine Zuhörer bei der Franz-Delitzsch-Preisverleihung mitgenommen.

Gronauer wurde vom Institut für Israelogie in einer feierlichen Zeremonie für sein 2013 in Göttingen erschienenes Werk “Der Staat Israel im westdeutschen Protestantismus. Wahrnehmungen in Kirche und Publizistik von 1948 bis 1972” mit dem Franz-Delitzsch-Preis geehrt. Dieser seit 2007 verliehene Preis prämiert Arbeiten, die sachkompetent und in herausragender Weise eine heilsgeschichtliche Israel-Theologie (Israelogie) fördern.

“Der Staat Israel im westdeutschen Protestantismus”

In seinem gut verständlichen und überzeugenden Vortrag betonte der in Dinkelsbühl (Bayern) tätige Pfarrer als eine persönliche Erkenntnis aus seinem Buch die Wichtigkeit einer ausgewogenen sowie sachgerechten Haltung im Hinblick auf die Nahostproblematik, da zu jedem Konflikt stets zwei Parteien gehörten. So müsse Kritik an Israel wie an jedem anderen säkularen Staat – jedoch nicht mehr als an jedem anderen Staat – erlaubt sein, seien aber die Ansprüche der palästinensischen Befreiungstheologie ebenso unter die Lupe zu nehmen. Dass letzteres versäumt wurde, während der christliche Zionismus missbilligte wurde, bemängelte der Theologe zum Beispiel an der 2012 erschienenen EKD-Orientierungshilfe “Das gelobte Land”. Eine richtige Friedensbewegung hingegen müsse vermitteln und sich in Selbstkritik üben anstatt Ressentiments zu verschärfen.

Prof. Dr. Stadelman überreicht dem Preisträger die Urkunde

Gronauer führte weiter aus, wie ihn trotz seines Strebens nach Ausgewogenheit sein Glaube an den Gott, der auch im Neuen Testament der „Gott Israels“

genannt wird und sein Erschrecken über den Nationalsozialismus zu einer pro-israelischen Haltung führen. Die Gefahr, mit dieser Haltung Schiffbruch zu erleiden (z. B. durch eine theologische Verklärung des Staates Israel) ist seines Erachtens geringer als bei einem Antisemitismus, der im Deckmantel einer “neutralen Israel-Kritik” daherkomme oder auch bei einer grundsätzlichen theologischen Israel-Vergessenheit, welche Gronauer zu bekämpfen sucht. Er ermutigte seine jungen Zuhörer, Verantwortung für unsere deutsche Vergangenheit zu übernehmen und – so abgedroschen dies manchmal klingt – die Verbrechen des Holocaust sowie Israel nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Dies könne zum Beispiel dadurch geschehen, dass der 10. Sonntag nach Trinitatis als der offiziell Israel-Sonntag wieder bekannt gemacht und sinnvoll genutzt würde oder indem man sich für den Erhalt jüdischer oder von Juden ehemals bewohnter Gebäude einsetze.

Bei den Recherchen für sein Buch sei Gronauer unter den vielen Stellungnamen zum Thema Israel eine besonders ins Auge gefallen: Im Jahr 1980 bezeichnete die Evangelische Kirche im Rheinland die “fortdauernde Existenz des jüdischen Volkes” als ein “Zeichen der Treue Gottes gegenüber seinem Volk”. Gronauer lobte die Wortwahl dieser theologischen Standortbestimmung. Der Begriff “Zeichen” bringe auf der einen Seite das Handeln Gottes mit dem aktuellen Staat Israel in Verbindung, ließe aber auf der anderen Seite auch einige Fragen – wie beispielsweise die, ob sich 1948 eine biblische Weissagung erfüllt hat – offen, und dies sei gut so.

Illustration von Hes 37 aus der “Action Bible”

In Bezug auf Fragen wie diese hielt sich Gronauer sympathischerweise bedeckt: Er könnte nicht von sich behaupten, für die Gegenwart einen Plan Gottes für Israel und die Palästinenser zu kennen. Es ist jedoch seine Überzeugung, dass sich mit der Wiederkunft Christi innerbiblisch nicht erfüllte Verheißungen wie die aus Hesekiel 36-37 erfüllen können: “Wenn Gott eingreift, wenn er die Himmel aufreißt und die Welt in irgendeiner Form verwandelt, dann sind noch viele Hoffnungen und Verheißungen aus der Bibel da – auch an Israel -, die dann in Erfüllung gehen können.”

Doch bis dahin lebten wir in der Jetzt-Zeit und könnten nur gemeinsam auf eine Lösung des Nahostkonflikts hoffen und dafür beten. So drückte der Lehrbeauftragte der CVJM-Hochschule in Kassel zum Schluss seines inspirierenden wie auch nachdenklich stimmenden Vortrags seinen tiefen Wunsch aus, dass – vielleicht durch Abstimmungen und Abgrenzungen – eines Tages seine Söhne erleben, wie Juden und Palästinenser friedlich im Heiligen Land zusammenleben – bis zu dem Zeitpunkt, an dem Gott seine Welt verwandeln wird.

“Wozu Israel”, hg. von Tobias Krämer

Krämer im Video-Grußwort

Neben der Verleihung des Hauptpreises wurde Tobias Krämer aus Stuttgart von Institutsleiter Dr. Berthold Schwarz für die Mitwirkung an und Herausgabe von „Wozu Israel? Historische, theologische und zeitgeschichtliche Zugänge zum Bundesvolk Israel“ mit dem Franz-Delitzsch-Förderpreis ausgezeichnet. Dieses kompakte Themenbuch bereitet das Verhältnis der Gemeinde Jesu zum Bundesvolk und zum Staat Israel biblisch fundiert und in gemeindetauglicher Form auf. In seinem Video-Grußwort drückte Krämer seine Überzeugung aus, dass unsere gesamte Theologie mit unserer Haltung zu Israel stehe und falle, sowie seine Dankbarkeit für die Auszeichnung, welche aus seiner Sicht auch das Bemühen um das heute mehr denn je nötige gemeinderelevante theologische Arbeiten prämiere.

Eine der Gewinnerinen des Sommer-Uni-Stipendiums

Im Rahmen der Preisverleihung wurden mit Seline Kanwischer und Franziska Peters zudem die zwei glücklichen Gewinnerinen des Stipendiums für eine sechs-wöchige Sommeruniversität in Beer Sheva, Israel, bekannt gegeben, auf das sich Studierende jährlich bewerben können. Die beiden Studentinnen werden dort in ihrer vorlesungsfreien Zeit modernes Hebräisch lernen und durch Vorträge sowie Ausflüge Land, seine Kultur und das Judentum besser kennen lernen. Im Anschluss werden sie auf unserer Website von ihren Erfahrungen im Heiligen Land berichten.

Große Freude über das Stipendium

Große Freude über das Stipendium

Jochen Grebe am Klavier und Marie-Helen Tuchscherer am Saxophon führten das Publikum durch ihre einfühlsamen und hochwertigen Interpretationen musikalisch durch die ein-stündige Preisverleihung, welche Prof. Dr. Stadelmann mit der Erinnerung daran beendete, dass Gott immer zu seiner Zeit seine Ziele erreicht – dies werde auch für Israel der Fall sein.

(jp)

Fotos: © privat

Das Institut für Israelogie hat für Sie wieder eine Auswahl von interessanten Filmen und Dokumentationen rund um Israel und das Judentum zusammengestellt, die wir als sehenswert erachten. Der April bietet Ihnen dieses Mal eine Vielfalt an Sendungen:

Von einer Dokumentation zur Geschichte der Synagogen in unserem Land über den Film eines palästinensichen Vaters, der das jüdische Mädchen besucht, welches nach dem Tod seines Sohnes durch einen israelischen Soldaten dessen Organe bekam bis zu einem Bericht darüber, wie die Kinder und Enkelkinder bekannter Nazigrößen wie Himmler und Göring mit der Vergangenheit Ihrer Vorfahren umgehen, ist vieles dabei.

Besonders möchten wir Sie auf die Dokumentation “24h Jerusalem” aufmerksam machen, die am 12. April 24 Stunden lang auf Arte und dem Bayrischen Rundfunk läuft – mehr Informationen und den Video-Trailer finden Sie unten.

  So, 6. April · 01:15-03:00 · BR Miral

Jerusalem, in den späten 80er-Jahren: Die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern und der Bombenterror prägen das Leben der jungen Miral, die in Ostjerusalem unter der Obhut ihres Vaters Jamal, eines gemäßigten Geistlichen, aufwächst. Nach dem Selbstmord ihrer Mutter Nadia muss Jamal seine Tochter schweren Herzens in ein Waisenhaus geben. Doch Miral hat Glück im Unglück, die Siebenjährige kommt in das renommierte Dar-Al-Tifl-Institut. Dessen Leiterin Hind Husseini eröffnet jungen Frauen nicht nur die Möglichkeit, eine gute Ausbildung zu erhalten, “Mama Hind” erzieht ihre palästinensischen Schützlinge auch zu Menschlichkeit und Pazifismus. Als die 16-jährige Miral sich jedoch in den PLO-Aktivisten Hani verliebt, gerät sie in ein Dilemma: Soll sie an dessen Seite den Weg des bewaffneten Kampfes einschlagen oder weiterhin nach “Mama Hinds” pazifistischen Idealen leben?

  Mo, 7. April · 20:15-21:00 · BR-alpha Spurensuche in Jerusalem

In Jerusalem leben Juden, Moslems und Christen auf engstem Raum nebeneinander. Für alle ist diese Stadt heilig. Durch die engen Gassen und die verborgenen Plätze der Altstadt begleitet das Filmteam drei Menschen: Pater Thomas Maier (vom Orden der “Weißen Väter”), die Rabbinerinnen-Studentin Lea Mühlstein (vom Hebrew Union College) und Prof. Salah Adameh (von der AlQuds Universität).Was bedeutet Jerusalem für die Menschen, die hier leben? Was ist für sie Frieden? Was macht das Besondere dieser ewigen Stadt aus? Diesen Fragen spürt das Filmteam nach und versucht die Menschen, die Jerusalem prägt, besser zu verstehen.

  Di, 8. April · 20:15-21:200 · BR-alpha Mein neues Leben in Jerusalem

Porträt der ins Judentum konvertierten Deutschen Elishewa, die in Jerusalem mit ihrem Mann, sieben Kindern und einer wachsenden Zahl von Enkelkindern seit 30 Jahren das abgeschottete, entbehrungsreiche und streng reglementierte Leben der ultraorthodoxen Juden führt. Elishewas Familie befolgt streng die Regeln der Thora, die durch zahllose detaillierte Gebote und Verbote den Alltags regeln. Kontakte zur säkularen Welt, Internet und Fernsehen sind unterbunden. Die Ultra-orthodoxen unterhalten eigene Medien, Bücher und ihr eigenes Bildungssystem. Der soziale Umgang schreibt weitgehende Geschlechtertrennung vor. Wie sich das auf den Alltag auswirkt und was Elishewa dazu bewegt hat, dieses Leben auf sich zu nehmen, macht diese Dokumentation deutlich.

  Di, 8. April · 22:45-00:20 · BR Das Herz von Jenin

Am 5. November 2005 wird der zwölfjährige Palästinenser Ahmed Khatib von israelischen Soldaten getötet. Sein Vater Ismael entschließt sich, die Organe seines Sohns israelischen Kindern zu spenden, die dringend eine Transplantation benötigen. Die Geste des Friedens sorgt für großes mediales Aufsehen. Zwei Jahre später begibt sich Ismael Khatib auf eine Reise durch Israel, um die Kinder zu besuchen, die durch die Organtransplantationen gerettet werden konnten. Drei Empfängerfamilien möchten anonym bleiben, doch drei Kinder kann er auf seiner Reise durch Israel treffen. Die Filmautoren begleiten ihn auf dieser Reise. In diesem mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm zeigen die Filmemacher, wie eine zutiefst menschliche Geste wahrhaftig Hoffnung stiften kann und dass es auf israelischer wie palästinensischer Seite trotz der jahrzehntelangen alltäglichen Gewalt Menschen gibt, die noch an Frieden glauben.

  Mi, 9. April · 19:00-19:45 · BR stationen.Dokumentation: Der Berg des Messias

In Glauben und Tradition aller drei Abrahamitischen Religionen spielt der Ölberg eine wichtige Rolle. Im Judentum wird vom Ölberg aus der Messias kommen, im Christentum kam er bereits von dort und in der islamischen Tradition ist der Ölberg der Platz, wohin die Kaaba, der schwarze Stein aus Mekka, zurückkehren wird, um sich mit dem Stein im Felsendom, von wo aus die Welt geschaffen wurde, vereinigen wird. Der Filmautor möchte das mystische Geheimnis des Ölbergs erzählen und zugleich zeigen, wie das Leben auf und um den Ölberg heute aussieht. Wie also Glaube und Wirklichkeit, Tradition und Realität miteinander verbunden sind und die Faszination dieses heiligen Ortes bis heute bestimmen.

  Do, 10. April · 17:00-17:30 · BR Das American Colony Hotel – Eine Oase in Jerusalem

Bis heute ist das American Colony Hotel in Jerusalem in Familienbesitz. Die neutrale Haltung der Besitzer im Nahost-Konflikt hat das Hotel bis heute zu einem beliebten und manchmal auch geheimen Treffpunkt für Palästinenser und Israelis gemacht. So begannen die Friedensgespräche, die 1993 zum Oslo-Vertrag führten, im American Colony. Doch daneben ist das Colony einfach “nur” ein wunderschönes, luxuriöses Hotel mit wunderbaren Mitarbeitern: Juden, Christen und Muslimen haben keinerlei Probleme miteinander, im Gegenteil – sie sind miteinander befreundet. Und für den Gast aus Amerika oder Europa ist das Hotel eine der schönsten Oasen des Nahen Ostens.

  Do, 10. April · 20:15-20:45 · BR-alpha Zum Pessachfest nach Jerusalem

Die 9-jährige Taja ist eines von wenigen jüdischen Kindern in der Kleinstadt Hermeskeil. Einmal in der Woche fährt sie mit ihrer Familie in die Synagoge nach Trier, wo sie in der Jugendgruppe auch andere jüdische Kinder treffen kann. Um mehr über die jüdische Kultur zu erfahren hat sie in den Osterferien etwas ganz Besonderes vor. Sie fährt mit ihrer Mutter nach Jerusalem. Taja wohnt dort für eine Woche in der Familie von religiösen Freunden ihrer Mutter. Schnell freundet sie sich mit deren 12-jähriger Tochter Jasmin an, die ihr die wichtigsten Regeln und hebräischen Gebete für das anstehende Pessachfest beibringt. Neben den religiösen Feierlichkeiten, die für Taja neu und aufregend sind, genießt sie die Ausflüge in die Altstadt, wo die Mädchen den Markt, die Stadtmauer und die berühmte Klagemauer erkunden. Die rund zweitausend Jahre alte Mauer ist für Juden in aller Welt das größte Heiligtum und für Taja der Höhepunkt ihrer Reise. Endlich kann sie den Auftrag ihrer jüdischen Freunde aus Trier erfüllen und ihre Wunschzettel in den Ritzen der Mauer verstauen. In den nächsten Tagen erfährt Taja viel Neues. Taja ist begeistert von Jerusalem und will auf jeden Fall wiederkommen, spätestens zu ihrem 12. Geburtstag, für jüdische Mädchen ein besonderer Tag, den sie unbedingt in der Nähe der Klagemauer feiern möchte.

  Fr, 11. April · 17:00-17:30 · BR Appetit auf Jerusalem

Koch Fritz Häring reist nach Jerusalem, um als urbayerischer Beobachter die Geheimnisse der orientalischen Küche in den verwinkelten Gassen der Altstadt zu erkunden. Dort wird er mit Menschen verschiedener Esskulturen zusammentreffen, über den politischen und nachbarschaftlichen Alltag sprechen und auf seiner kulinarischen Tour auch die großen Denkmäler und religiösen Symbolbauten besuchen. Er wird von einem Benediktinermönch empfangen und in eine Klosterküche im Untergrund entführt…

  Sa, 12. April · ab 6:00 · arte/BR 24h Jerusalem

“24h Jerusalem” ist das dokumentarische Porträt einer geteilten Stadt. Unter der Projektregie von Volker Heise haben 70 Filmteams einen Tag lang 90 Bewohner Jerusalems in ihrem Alltag begleitet – Menschen jeden Alters, jeder Couleur und verschiedener Religionen. “24h Jerusalem” erzählt einen Tag im Leben in dieser einzigartigen Stadt. Ein Leben zwischen Alltag und Ausnahmezustand. Mehr Informationen zu diesem besonderen TV-Projekt, das das Bayerische Fernsehen und ARTE am 12. April nonstop 24 Stunden lang senden, finden Sie beim Israelnetz: http://www.israelnetz.com/kultur/detailansicht/aktuell/tv-projekt-24-stunden-blick-auf-jerusalem-1/#.Uz0WW4X8o7D. Zur dazugehörigen Website geht es hier: http://www.24hjerusalem.tv/de

  Sa, 12. April · 15:00-16:00 · Phoenix Auf das Leben! – Jüdisch in Deutschland

“La’Chaim!” – ist ein beliebter jüdischer Trinkspruch, der soviel heißt wie “Auf das Leben!” In ihm steckt vieles: etwas Bejahendes, Fröhliches und gleichzeitig etwas Melancholie. Er beinhaltet vielleicht auch ein “so ist es, machen wir das Beste daraus”. “Auf das Leben!” heißt auch die Dokumentation von Gesine Enwaldt, die zeigt, wie das jüdische Leben in den deutschen Städten zunehmend präsent und vielfältig ist. Sie stellte sich die Frage, ob es in Deutschland jemals wieder “normales” jüdisches Leben geben kann, und ging dieser Frage in Hannover nach. So zeigt Enwaldts Film das Alltagsleben von Hannoveraner Juden, die unterschiedlicher nicht sein können…

  Sa, 12. April · 16:00-16:45 · Phoenix Synagogen – Monumente gegen das Vergessen

Dieser Film erzählt in eindrucksvollen Bildern und cineastischen Inszenierungen die Geschichte der Synagogen, aber auch der jüdischen Gemeinden in unserem Land. Von den mittelalterlichen Pestpogromen bis zur Reichspogromnacht, dem Terrorakt nationalsozialistischer Willkür. Bewegende Augenzeugenberichte erinnern an die Tage vor 75 Jahren, die zu den dunkelsten in der Geschichte unseres Landes gehören. Bis dahin hatten Synagogen das Bild der großen deutschen Städte geprägt und waren – nach mehr als 1500 Jahren der Verfolgung und Diffamierung – Ausdruck des wachsenden Selbstbewusstseins der jüdischen Gemeinden aber auch des toleranten Miteinanders zwischen Juden und Christen gewesens.

  So, 13. April · 00:00-03:00 · Phoenix THEMA: Jüdisches Leben in Deutschland

Das jüdische Leben und seine Kultur sind lange in Deutschland verwurzelt. Fast 70 Jahre nach dem Holocaust stehen die Beschneidungsdebatte und ein Überfall auf einen Rabbiner in Berlin im Sommer diesen Jahres in der öffentlichen Debatte. Doch wie sieht der Alltag von jüdischen Menschen in Deutschland aus? Welche Traditionen haben sie, wie geht die junge Generation damit um? Wie steht es um den Antisemitismus, mit welchen Anfeindungen sind Juden täglich konfrontiert? Wie sehen das Familienleben und die Aktivitäten in und um die jüdische Gemeinde aus? Diese Fragen will Reporter Marlon Herrmann während einer kulturellen Spurensuche durch das jüdische Berlin beantworten.

  So, 13. April · 06:45-07:30 · 3sat Himmlische Lust und koscherer Sex

Im Judentum ist ein erfülltes Liebesleben ein Gebot – allerdings nur innerhalb der Ehe. Sexualität dient nicht nur der Fortpflanzung, sondern auch dem Vergnügen. Die Frau hat, ebenso wie der Mann, ein Recht darauf. Das hat natürlich Auswirkungen auf die gesamte jüdische Kultur, auch auf die säkularisierte. Jüdische Frauen sind der Mittelpunkt ihrer Familien und haben ein prononciertes Selbstwertgefühl. Diese Dokumentation aus der Reihe “Kreuz & Quer” beschäftigt sich mit diesen und anderen grundlegenden Haltungen der Juden zu Liebe und Sexualität: mit der Rolle der Sexualität in der Thora, mit den die Sexualität betreffenden Verboten und Geboten, mit der Funktion sexueller Abstinenz während der Menstruation sowie den Bräuchen rund um Eheschließung und Hochzeit.

  So, 13. April · 15:30-16:00 · NDR 7 Tage… unter Juden

Datteln, Zimt und Kiddusch-Wein kommen zusammen in eine Küchenmaschine. Es duftet nach einer fremden Welt in der jüdischen Gemeinde zu Oldenburg. “Jede Zutat, jedes Gericht hat hier eine Bedeutung”, erzählt Oshra Levi. Sie kocht für die Pessach-Feiertage. Oshra kommt aus Israel und hat die jüdischen Rezepte von ihrer Mutter erlernt. In ihrer Heimat hat sie als Kind in der Schule auch das erste Mal von Konzentrationslagern in Deutschland gehört. “Für viele Leute ist das immer noch das Land, in dem ein Massenmord stattgefunden hat”, sagt sie. Trotzdem ist Oshra mit 20 nach Deutschland gekommen und geblieben.In sieben Tagen erfahren Nikolas Müller und Benjamin Arcioli, wie die 3.000 Jahre alte jüdische Geschichte bis heute als Tradition gelebt wird. Sie wollen wissen, wie es sich in der jüdischen Gemeinde zu Oldenburg lebt. Und: Welches Bild haben die Oldenburger Juden von Deutschland, ihrem Zuhause? Der Film zeigt hebräischen Gesang, koscheres Essen und Gespräche über den Juden namens Jesus.

  So, 13. April · 16:50-17:33 · arte Metropolis

Die israelische Mittelmeermetropole Haifa ist die drittgrößte Stadt Israels, eine produktive Hafenmetrople ganz im Norden des Landes und unweit zur libanesischen und syrischen Grenze gelegen, das Tor zur arabischen Welt. “Bergstadt am Meer” wird die ehemalige Residenz arabischer Beduinen genannt, weil sie in drei Ebenen vom Mittelmeer hinauf zum Berg Karmel angelegt ist. In Tel Aviv, der mondänen Party- und Kreativmetropole, so heißt es in Israel, wird getanzt, in Jerusalem gebetet und in Haifa gearbeitet – und das sogar am Sabbat. Abgesehen davon, dass Haifa eine der fleißigsten Städte des Landes ist, zählt sie aufgrund ihrer Lage und der Mischung aus Moderne und Antike, Kirchen und Moscheen auch zu den schönsten Städten des gesamten Mittelmeerraums und hat eine ebenso bewegte wie bewegende Stadtgeschichte, die auch von Flucht und Vertreibung der arabischen Bevölkerung und jüdischer Einwanderung erzählt. Heute gilt Haifa als Symbol der Völkerverständigung und religiösen Toleranz, auch weil hier die Anhänger der Bahai ihr Weltzentrum errichtet haben. Eine heterogene, spannende Stadt.

  Mo, 14. April · 01:30-02:45 · HR Meine Familie, die Nazis und ich

Heinrich Himmler, Hermann Göring, Amon Göth – diese Namen erinnern ewig an die menschenverachtenden Verbrechen der Nazizeit. Eine Last, die ihre Nachfahren noch heute tragen. Wie leben die Kinder und Enkelkinder von Hitlers engsten Vertrauten heute mit ihrem Erbe? In der Dokumentation beginnen Kinder und Enkel der NS-Täter eine Aufarbeitung auf ganz persönlicher Ebene. So verschieden wie die Protagonisten des Films, so unterschiedlich sind auch die Wege, die sie gefunden haben, um mit ihrem schweren Familienerbe umzugehen. Vor der Kamera des israelischen Filmemachers öffnen sie sich und erzählen ihre persönliche Familiengeschichte.

  Mo, 14. April · 20:15-21:00 · BR Generation Kriegsenkel: War Opa ein Nazi?

Oft stellen Enkel sich die Frage nach der Vergangenheit ihrer Großeltern während des Nationalsozialismus’ – und was diese Vergangenheit für ihre eigene Identität bedeutet, erst, wenn sie erwachsen sind. Und das kann heißen, dass die Großeltern schon nicht mehr am Leben sind und nicht mehr antworten können. Und häufig sind die eigenen Eltern auf der Suche nach der Wahrheit keine große Hilfe, stießen die “Kriegskinder” doch ihrerseits bereits auf Lügen, Abwehr, Ausreden und vor allem: Schweigen. “Das war halt damals so” – damit will sich die dritte Generation immer weniger abfinden, beginnt mit Recherchen und wühlt in Archiven – und kann auf furchtbare Tatsachen stoßen…

(jp)

 
Quellen:
http://www.hagalil.com/archiv/2014/03/31/fernsehtipps-105/
http://www.israelnetz.com/kultur/detailansicht/aktuell/tv-projekt-24-stunden-blick-auf-jerusalem-1/#.Uz0WW4X8o7D