Algerischer Judoka für 10 Jahre gesperrt

Die Schlagzeile ging durch fast alle Medien, als vor wenigen Monaten der algerische Judoka Fethi Nourine bei den Olympischen Spielen in Japan kurz vor dem möglichen Sieg zurücktrat. Der Grund: Hätte er das Match gewonnen, hätte er vielleicht gegen den jüdisch-israelischen Judoka Tohar Butbul antreten müssen. Nourines Trainer Amar Benikhlef befürwortete seine Entscheidung öffentlich. Als Begründung nannten sie ihre Unterstützung der Palästinenser. Beide wurden am Montag, den 13. September 2021 von der IJF (International Judo Fedaration) für 10 Jahre gesperrt. Die Begründung des IJF ist deutlich: „Es ist eindeutig, dass die beiden algerischen Judoka mit böser Absicht die Olympischen Spiele als eine Plattform für einen Protest und die Propagierung von politischer und religiöser Propaganda gebraucht haben, was ein klarer und ernsthafter Verstoß gegen die IJF-Statuten, den IJF-Ethikkodex und die Olympische Satzung ist. Deshalb kann in diesem Fall keine andere Bestrafung als eine ernsthafte Suspension auferlegt werden.“ De facto bedeutet dies das Ende von Nourines Wettkampf-Karriere.

Der sudanesische Judoka Mohamed Abdalrasool zog Nourine gleich und trat ebenfalls frühzeitig zurück. Als Begründung nannte dieser eine Verletzung, jedoch war diese vorher niemandem aufgefallen. Es ist also zu vermuten, dass auch er einem Match mit Butbul aus dem Weg gehen wollte.

 

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