In Staub und Asche: Lektionen des Leidens aus dem Buch Hiob

Ein Gastbeitrag von Aaron Lewin

 

Eine der ältesten existentiellen und philosophischen Fragen der Welt ist: Warum erlaubt Gott Leiden in dieser Welt?

Am 9. September 2001 flogen zwei Flugzeuge in die Twin Towers in New York und ca. 3.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Am 26. Dezember 2004 verloren mehr als 200.000 Menschen in Ost-Asien durch einen Tsunami ihr Leben. Von 1981 bis heute sind über 35 Mio. Menschen an HIV-AIDS gestorben. Durch die Zeitalter hindurch kamen unzählige Menschen durch Krieg, Konflikte, Naturkatastrophen und Epidemien oder Pandemien ums Leben. Warum? Eine der ältesten existentiellen und philosophischen Fragen der Welt ist: Warum erlaubt Gott Leiden in dieser Welt? Oder anders formuliert: warum würde ein guter Gott erlauben, dass unschuldige Menschen leiden.

Das Buch Hiob ist eine der ältesten Schriften des Alten Testaments.

Es erscheint mir angemessen, dass man für die älteste Frage der Welt in einem der ältesten Bücher der Welt sucht, um eine Antwort zu finden. Es wird generell von Gelehrten anerkennt, dass das Buch Hiob sehr alt ist: es gibt Referenzen zu alten Orten, kulturellen Elementen, aber auch das Hebräisch ist sehr schwierig, weil einige Wörter nur im Buch Hiob auftauchen. In dem gleichnamigen Buch lernen wir unseren Held Hiob kennen. Er wird als tadellos (nicht sündlos) beschrieben und war ein sehr reicher Mann, er hatte viel Besitz, eine große Familie und – wie wir später lernen – eine wichtige Position. Er war eine Person, die wir am besten mit „unschuldig“ beschreiben würden. So weit, so gut. Aber jetzt wechseln wir zu einer anderen Szene, die sich nicht auf diese Erde, sondern im Himmel abspielt. Da lernen wir, dass der Teufel kein roter Dämon mit Hörnern und Heugabel ist, der in der Hölle wohnt, sondern, dass er ein Engel war, der Zugang zu Gott hatte. Statt Menschen mit Feuer zu quälen, wie wir es oft in Cartoons sehen, scheint er die Rolle des Anklägers zu spielen. Und es scheint, als hätte er Hiob im Visier. Wir lesen, wie er Hiob verleumdet und behauptet, dass Hiob Gott nur deshalb dient, weil Gott ihm alles gegeben hat, er ihn quasi bestochen hat.

Das Bild in dieser illustrierten Bibel stellt die Szenerie dar, in der Hiob von den Tragödien hört, die ihn treffen.

Wir würden annehmen, dass der allmächtige, gute, liebende Gott den Teufel einfach wegfegt und seinen Lieblingsschüler beschützt. Stattdessen lesen wir mit Entsetzen, wie Gott – nicht einmal, sondern zweimal – dem Teufel erlaubt, alles wegzunehmen, was Hiob gehört: seinen Besitz, seine Familie, seinen Reichtum und sogar seine Gesundheit. „Warum?!“ schreien wir. Hiob hat das doch nicht verdient! Jetzt erwarten wir, dass der Teufel letztendlich doch Recht hatte und dass Hiob jetzt seine Faust drohend streckt zum Himmel und Gott lästert. Er tut das aber nicht. Stattdessen preist er Gott und verweigert sich, dem fragwürdigen Rat seiner Frau zu folgen und Gott zu verfluchen. Aber danach, nachdem sich der Staub (und die Asche) gelegt hat, wird Hiob mit einer Frage konfrontiert: Warum hat Gott das erlaubt? Soweit wir verstehen, hat Hiob dieses himmlische Gerichtsverfahren nicht gesehen. Aber keine Sorge, seine drei Freunde, die auf Besuch gekommen sind, werden ihn aufklären. Sie kamen ursprünglich, um ihn zu trösten, realisierten aber, dass er einige Probleme mit seiner Theologie hatte.

Hiob war tadellos. Und so sucht er nach einer Antwort auf die Frage „Warum?“.

Was in den nächsten 37 Kapiteln folgt, ist die existentielle Krise eines gottesfürchtigen Mannes. Es ist unverhohlen, ungekürzt, unbearbeitet. Hiob hält sich nicht zurück und klagt Gott an. Hiob kommt mit Fragen und Thesen und seine Freunde versuchen, ihm mit ihren gelehrten theologischen „Doktortitel-Kenntnissen“ zu helfen. Nach unserer Analyse ihrer Thesen werden wir besser in der Lage sein, unsere ursprüngliche Frage zu beantworten.

Die erste These der Freunde formuliert Eliphas: „Bedenke doch: Ist je ein Unschuldiger umgekommen, und wo wurden Rechtschaffene vertilgt? Soviel ich gesehen habe: Die Unrecht pflügen und die Unheil säen, die ernten es auch.“ (Hiob 4,7-8). Anders gesagt: Gutes passiert guten Menschen, Schlechtes passiert schlechten Menschen. Diese These klingt sehr logisch. Schlechtes ist Hiob passiert und deshalb – so die logische Wertung – hatte er offensichtlich vor Gott etwas Schlechtes getan. Das kleine Problemchen dabei ist, dass Hiob wirklich tadellos war! Er hatte nichts gemacht, dass Gottes Strafhandeln hätte nach sich ziehen müssen.

Eliphas und seine Freunde glaubten an das, woran so viele Leute auch heute glauben: an das „Schicksal“. Wenn einem Kriminellen etwas Schlechtes passiert, dann sagen wir, dass das irgendein schicksalhaftes „Karma“ sich an ihm gerächt hätte. Irgendwie haben wir Menschen einen angeborenen Sinn dafür, dass es einen Gott gibt, oder zumindest einen universalen Standard der Gerechtigkeit. Aus diesem Grund reagieren wie so stark, wenn uns „Schicksalsschläge“ treffen.

Jeden Tag lesen wir in den Schlagzeilen, wie Gutes auch bei schlechten Menschen eintrifft und gleichzeitig Schlechtes passiert auch bei guten Menschen.

„Das ist nicht fair!“ sagen wir, wenn Kinder in Afrika in einer Hungersnot sterben. „Sie haben es nicht verdient!“ rufen wir aus, wenn Migranten in einem Transportcontainer umkommen. Unsere Reaktion verrät unseren Glauben an einen moralischen Standard, denn wenn es den nicht gäbe, dann gibt es weder fair noch unfair bzw. gut oder schlecht.

Aber so ein unpersönliches Schicksal oder Karma, das gibt es nicht. Jeden Tag lesen wir in den Schlagzeilen, wie Gutes auch bei schlechten Menschen eintrifft und gleichzeitig Schlechtes passiert auch bei guten Menschen – genau das Gegenteil von dem Denken des Karma! Dann schlagen wir die Hände verzweifelt über dem Kopf zusammen und folgern, dass das Universum eigentlich willkürlich und beliebig ist. Aber dann spüren wir, dass diese Schlussfolgerung gegen alles geht, woran wir unbewusst glauben: Es gibt einen moralischen Standard und es muss einen fähigen Richter geben.

Die Wahrheit ist, dass es einen Richter gibt. Nach seinem Standard zu leben, ist natürlich das Beste, aber Gott garantiert nirgendwo in seinem Wort, dass wir ein Leben ohne Leiden haben werden. Man muss nur Abraham, Mose, David und Paulus fragen. Warum Gott das nicht garantiert? Wir kommen später dazu.

Hiob war tadellos, weil er immer das Richtige gemacht hat – auch wenn er gesündigt hat.

Zuerst müssen wir aber die zweite These behandeln und diese kommt von Hiob selbst: „Ist denn das Unglück nicht für den Ungerechten und das Missgeschick für die Übeltäter? Sieht Er denn nicht meine Wege und zählt alle meine Schritte, sodass er wissen kann, ob ich mit Lügen umgegangen oder auf Betrug ausgegangen bin? Er wäge mich auf der Waage der Gerechtigkeit, so wird Gott meine Tadellosigkeit erkennen!“ (Hiob 31,3-6) Mit anderen Worten: Hiob sagt, dass Gott nicht gerecht ist und agiert nicht mit Gerechtigkeit. Hiob habe nichts Falsches gemacht und verdient sein Leiden nicht. Es folgt, dass Gott ihm gegenüber ungerecht ist.

Aber hat Hiob wirklich nie etwas Falsches gemacht? Er wurde tatsächlich als tadellos beschrieben, aber das bedeutet nicht, dass er nie gesündigt hat. Von 1,5 und 42,8 lernen wir, dass Hiob Opfer dargebracht hat (auch wenn es in diesem Kontext für andere war) und sich mit dem Verfahren ausgekannt hat. Opfer wurden immer mit Sünden in irgendeiner Art und Weise verbunden. Das Gesetz des Mose, das  chronologisch viel später eingeführt wurde, zeigte uns unsere Sünden auf, aber auch den Ausweg daraus: Opfer. Hiob war tadellos, weil er immer das Richtige gemacht hat – auch wenn er gesündigt hat. Er wusste, als Sünder muss er mit Opfer vor einem heiligen Gott erscheinen. Ferner lernen wir in den Psalmen, dass niemand ohne Sünde ist. Wir haben alle Gottes Herrlichkeit verfehlt. Niemand ist unschuldig – auch nicht Hiob.

Unsere Definition von unschuldig ist genau das Problem. Die Realität sieht ja so aus, dass wir von unvollkommenen Eltern geboren sind und – bedingt durch unsere Rebellion gegen Gott –  unser Handeln nicht nur die Menschheit, sondern auch die Natur und die Tierwelt zerstört. Und dann denken wir tatsächlich, dass wir eigentlich nicht so schlecht sind. Vielleicht geben wir zu, dass wir nicht perfekt sind, aber haben wir diese oder jene leidvoll Erfahrung wirklich verdient? Nun, es kommt darauf an, wen wir fragen. Laut unserem Standard sind wir unschuldig und wir sehen uns ungerecht behandelt. Aber was ist mit Gottes Standard? Warum darf ich richten? Warum darf ich sagen, was gut und was schlecht, was fair und was unfair ist? Bin ich unvoreingenommen? Wenn mein Standard der Gerechtigkeit anders ist als Gottes Standard, dann liege ich vielleicht falsch und nicht Gott. Mein Standard von Recht und Gerechtigkeit ist nicht gut genug! Wenn wir die Frage stellen: „Warum lässt Gott das zu, dass Menschen leiden?“ dann haben wir die falsche Frage gestellt. Wir Menschen, wir haben die Welt in vieler Hinsicht kaputt gemacht. Wir sind für Mord, Vergewaltigung, Menschenhandel usw. verantwortlich, nicht Gott. Vielleicht wäre eine bessere Frage: „Warum hat Gott uns nicht vernichtet, weil wir seine Welt samt den menschlichen Beziehungen vergiftet und kaputt gemacht haben?“

Dieselben Fragen, die Hiob beschäftigten, stellen sich auch heute noch viele Menschen.

Kommen wir noch zu unserer letzten These: „Darum sage ich: Es ist einerlei; Untadelige und Gottlose bringt er gleicherweise um! Wenn die Geißel plötzlich tötet, so lacht er über die Prüfung der Unschuldigen. Die Erde ist in die Gewalt des Frevlers gegeben; das Angesicht ihrer Richter verhüllt Er; wenn nicht Er, wer dann?“ (Hiob 9,22-24) Mit anderen Worten sagt Hiob, und auch Menschen heute: „Gott kann entweder nicht allmächtig oder nicht gütig sein, weil Er nicht gegen Bosheit eingreift“. Aber das wirft natürlich die Frage auf: Wann genau sollte er eingreifen? Beim Krieg? Oder Missbrauch? Oder schon bei Hass und schlechten Gedanken? Und soll er nur bei „den Anderen“ eingreifen, oder auch bei mir, wenn ich was Schlimmes tue, denke oder ausspreche? Das Problem hier ist, dass wir wieder der gerechte Richter sein möchten. Wir wollen sagen, wann genau und bei wem Gott richtend eingreifen soll. Wir wissen es damit besser als Gott, meinen wir.

Wenn wir ein bisschen tiefer schauen, dann finden wir mit diesem Einwand ein moralisches Problem. Denn, wenn Gott immer gegen Bosheit eingreifen würde, dann wäre unsere menschliche Verantwortung vor Gott zerstört. Wir wären wie Roboter: vorprogrammiert, um Bosheit zu vermeiden. Das Entscheidende, was uns als Menschen auszeichnet, würden wir aufgeben. Und doch greift Gott bei Bosheit manchmal ein. Aber Er darf das, weil Er alles aus einer Perspektive sieht, die wir nicht haben. Vielleicht sieht es für uns manchmal beliebig aus, aber wir haben nicht das volle Bild. Und oft greift Er ein, weil wir Verantwortung übernehmen und beten, dass Er doch eingreifen möge!

Bis jetzt haben wir versucht, intellektuelle Antworten zu unserer Frage zu finden. Aber dabei sollen wir nicht vergessen, dass wir Menschen nicht nur ein Kopf haben, sondern auch ein Herz. Es ist genau das Herz, zu dem Gott spricht, als Er Hiob antwortet.

Was war Gottes Antwort an Hiob. Im Blick auf 34 Kapitel des Buches hat Er gar nichts gesagt. Kein Wort. Keinen Ton. Stattdessen lesen wir nur über theologische Auseinandersetzungen, Beschwerden und Leid. Da wir die ganze Hintergrundgeschichte von Hiob kennen, würden wir vielleicht erwarten, dass Gott endlich auftaucht und zu reden beginnt. Und, dass Er vielleicht so antworten würde: „Hallo Hiob! Du, sorry, tut mir leid, weißt du, ich hatte diese kosmische Wette mit dem Teufel und…“ Aber das ist nicht das, was wir lesen. Warum? Weil Er Gott ist! Er muss bei niemanden Rechenschaft ablegen! Er ist Gott, Er ist perfekt, Er macht keine Fehler! Statt einer einfühlsamen Antwort stellt Gott Hiob auf der Probe: Hat Hiob verstanden, wie Gott das Universum geschaffen hat? Wie Er es aufrecht erhält? Wenn nicht, wie kann Hiob dann wohl Gottes Plan für sein Leben verstehen? Es wäre so im Vergleich, als ob wir versuchen würden, einem Hund Quantenmechanik zu erklären!

footpath between plants on forest at daytime

Gott fordert Hiob auf, ihm zu vertrauen – trotz allem.

Kurz gesagt: Hiob fragt „Warum ich?!“ Gott antwortet: „Du verstehst das nicht – vertraue mir!“ Vielleicht betrachten wir das als eine harte Antwort. Hiob aber akzeptiert das und antwortet mit seinen eigenen, überraschenden Worten: „Ich erkenne, dass du alles vermagst und dass kein Vorhaben dir verwehrt werden kann. »Wer verfinstert da den Ratschluss mit Worten ohne Erkenntnis?« Fürwahr, ich habe geredet, was ich nicht verstehe, Dinge, die mir zu wunderbar sind und die ich nicht begreifen kann! »Höre nun, ich will reden; ich will dich fragen, und du belehre mich!« Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und in Asche!“ (Hiob 42,2-6) Hiob hat verstanden, dass Gott gerecht, treu und allmächtig ist und dass Er aus einer Perspektive beurteilt über Dinge, von denen wir keine Ahnung haben. Anstatt von Gott eine Entschuldigung zu fordern, tut Hiob Buße. Wir könnten viel von diesem Hiob lernen.

Das Problem mit Leiden ist, dass es uns emotional in Beschlag nimmt. Wir denken an nichts anderes. Wir stellen zum Beispiel auch nie die Frage: Leidet Gott eigentlich auch? Wir nehmen es als selbstverständlich, dass er nicht leidet. Nach allem ist er letztendlich Gott. Aber doch, er leidet. Jeden Tag leidet er. Psalm 7,11 erklärt uns, dass Gott jeden Tag zornig ist – zornig über all der Ungerechtigkeit in dieser Welt. Stell dir vor, du könntest von allen Menschen jeden Gedanken nachvollziehen, jedes Wort hören, jede Tat sehen. Das macht er, jeden Tag. Er ist der mit-leidende Gott.

Ja, Er hat ein für alle Mal gelitten. Am Kreuz hat er als Gott und als Mensch für uns gelitten. Das musste Er nicht – Er braucht uns nicht. Aber Er liebt uns mit einer so intensiven Liebe, dass Er den ganzen Unrat der ganzen Welt auf sich genommen hat, damit wir gerettet werden können. Keiner kann Ihm vorwerfen, dass Er nicht verstehen würde, oder dass Er nie gelitten hätte, dass Er weit weg von allem Leid wäre. Nein, Er ist der Gott, der in unserem Leid ganz nahe ist und der alles versteht. Sogar besser, als wir es jemals verstehen werden.

Wir haben auch durch Hiob entdeckt, dass der leidende Gott, der mit uns durch unser Leiden geht, alles aus einer anderen Perspektive sieht und der letztendlich alles zum Guten wirkt.

Wir sind am Ende unserer Reise über das Leid angelangt. Am Anfang hatten wir die Frage gestellt: „Warum würde ein guter Gott erlauben, dass unschuldige Menschen leiden?“ Wir sind zum Schluss gekommen, dass das die falsche Frage ist. Es gibt keine unschuldigen Menschen. Wir haben die Welt kaputt gemacht und verdienen in diesem Leben, was wir gesät haben. Aber wir haben auch durch Hiob entdeckt, dass der leidende Gott, der mit uns durch unser Leiden geht, alles aus einer anderen Perspektive sieht und der letztendlich alles zum Guten wirkt. Er hat selbst für uns am Kreuz gelitten. Was heißt das für uns? Er ist ein Gott, der uns versteht. Er ist ein Gott, dem wir vertrauen können. Er ist ein Gott, der eines Tages alle Leiden wegnehmen wird. Ja, wir leiden hier auf diese Erde. Aber eines Tages wird alles vorbei sein. Ich schließe mit den Worten des Heiligen Geistes durch den Apostel Paulus: „Denn unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“ (2. Kor. 4,17-18).

 

 

von Aaron Lewin, Direktor bei Juden für Jesus Deutschland

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