Guy Katz zum Friedensabkommen zwischen USA und Iran: Frieden ohne Sicherheit?

„Die Welt atmet auf. Viele Juden tun es nicht.“ So formuliert der israelstämmige Hochschulprofessor Guy Katz die aktuellen Sorgen vieler Juden in seinem Kommentar in der Jüdischen Allgemeine. Hintergrund bildet das errungene Friedensabkommen zwischen den USA und Iran, das von weiten Teilen der Gesellschaft erleichternd begrüßt wird. Dafür zeigt Katz Verständnis, niemand habe ein Interesse an immer weiter eskalierenden Kriegsspiralen und den teilweise damit verbundenen steigenden Ölpreisen. Er beklagt aber eine diplomatische Kurzsichtigkeit. In der Vergangenheit habe es um Israel immer wieder diplomatische Errungenschaften gegeben, die die Spannungen aber letztlich nicht beseitigten, sondern bloß ein Aufschieben weiterer gewaltsamer Auseinandersetzungen gewesen seien. Auch in der aktuellen Situation seien eben jene Probleme, die die Existenz Israels und jüdischen Lebens gefährden, nicht gelöst worden. Weder die Hamas noch Hisbollah sind verschwunden, im Iran sitzen nach wie vor dieselben Revolutionsgarden und dieselbe Ideologie, die den 7. Oktober hervorgebracht hatten. Das Friedensabkommen schaffe Frieden, aber schaffe es auch Sicherheit?

Guy Katz verweist auf ein wichtiges Dilemma, denn weder das menschliche Leid, das durch die aktuellen Kriege verursacht wird, darf einfach hingenommen werden, genauso wenig aber die bleibende Gefährdung der Existenz Israels durch das iranische Regime. Das eine darf nicht einfach gegen das andere ausgespielt werden, wie es in der Öffentlichkeit leider häufig getan wird. Zum ganzen Kommentar geht es hier:

https://www.juedische-allgemeine.de/meinung/die-welt-atmet-auf-viele-juden-tun-es-nicht/

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