Es geht auch anders: Prominente für Israel beim ESC

Der jährlich stattfindende Eurovision Song Contest ist in den letzten Jahren Schauplatz andauernder und neu entflammender Kontroversen geworden. Mittelpunkt dieser Debatten ist Israel, aber das nicht aufgrund seiner musikalischen Beiträge. Stattdessen werden seit dem 7. Oktober 2023 immer wieder Rufe laut, das Land aufgrund seiner militärischen Aggression und „Apartheid“ im Gazastreifen von der Teilnahme am Musik-Wettbewerb auszuschließen.
Auch in diesem Jahr wird die Teilnahme Israels am ESC im kommenden Mai von einigen Prominenten kritisiert. Der österreichische Sänger „JJ“, ESC-Sieger im Jahr 2025, formulierte beispielsweise öffentlich seinen Wunsch nach einem Ausschluss Israels. Andere schließen sich seiner Auffassung an. Einige Länder wie Spanien und die Niederlande zogen sogar ihre eigene Teilnahme am Wettbewerb zurück, da die Veranstalter Boykottforderungen gegen Israel abwiesen.
Es geht aber auch anders: Kürzlich hat ein Unterstützerbrief der Organisation Creative Community for Peace vom 15. April öffentlich solche Stimmen kritisiert. Mehr als tausend prominente Persönlichkeiten aus der internationalen Unterhaltungsbranche beklagen darin eine Verdrehung der Tatsachen hinsichtlich des Gazakrieges und der Rolle Israels daran sowie eine einseitig gelagerte Politisierung des Wettbewerbs. Unter den Signaturen finden sich Persönlichkeiten wie Mila Kunis oder die britische Oscar-Preisträgerin Helen Mirren.
Einerseits wird in dem Schreiben erneut auf den eigentlichen Beginn des Krieges verwiesen, nämlich auf das Massaker der terroristischen Hamas an über 1.200 Juden. Israel bekämpfe demnach diese Terroristen, so heißt es. Es dafür zu bestrafen, sei eine Verdrehung der Tatsachen. Außerdem lieferten solche die Menschen, Kulturen und Weltanschauungen vereinigende Events, wie dieser Gesangswettbewerb, einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung von Gräben der Verachtung und des Hasses. Der ESC solle doch eigentlich diesen vereinenden Geist fördern, stehe aber in der Gefahr, durch die Boykottrufe in ein antisemitisches und politisches Instrument verwandelt zu werden. Die Ablehnung dieser Boykottrufe durch die Veranstalter stellt eine Alternative dar, Versöhnung zu suchen, die begrüßenswert ist.1Creative Community for Peace, Eurovision
Vertreten wird Israel dieses Jahr durch den Sänger Noam Bettan. Ähnlich wie seine Vorgänger der letzten Jahre wird auch er mit Anfeindungen rechnen müssen. Dessen sei er sich aber im Klaren. Er wolle bewusst „alles für sein Land geben“.2Brandes, Prominente

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Quellen:
Brandes, Sabine, Mehr als 1000 Prominente verteidigen Israels ESC-Teilnahme, https://www.juedische-allgemeine.de/israel/mehr-als-1000-prominente-verteidigen-israels-esc-teilnahme/ vom 20.04.2026
Creative Community for Peace, Eurovision – Open Letter, https://www.creativecommunityforpeace.com/blog/2026/04/15/eurovision2026/ vom 20.04.2026

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