Sammlung mitteralterlich-jüdischer Dokumente der Kairoer Geniza jetzt online
Im Judentum herrscht seit jeher die eiserne Regel, dass Texte, die den Gottesnamen enthalten, nicht weggeworfen werden dürfen, weil sie als heilig gelten. Aus diesem Grund finden sich in Gebäuden überall auf der Welt versteckte und vermauerte Hohlräume, Kontainer und ähnliches, in denen alte jüdische Schriften aufbewahrt wurden – Geniza nennt sich eine solche „Schatzkammer“. Die wohl bekannteste Geniza ist die der Ben-Esra-Synagoge in Kairo, die Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt wurde. In ihr befanden sich rund 250.000 handgeschriebene Dokumente in Hebräisch und...
MehrFestung aus Zeit des Propheten Jona freigelegt
In der israelischen Hafenstadt Aschdod südlich von Tel Aviv befindet sich der sogenannte „Hügel des Jona“ (Givat Yonah), der bereits vor längerer Zeit als möglicher Grabhügel des Propheten Jona identifiziert wurde. Archäologen konnten dort nun massive Mauern freilegen, die auf eine große Festungsanlage aus der Zeit des ersten jüdischen Tempels schließen. Der zuständige Archäologe Sa‘ar Ganor hält zwei Theorien zur Zuordnung dieser Festung für möglich: Entweder gehörte sie der im 8./7. vorchristlichen Jahrhundert diese Region beherrschenden Großmacht der Assyrer oder...
MehrSiegelfund gibt Einblick in Tempelalltag
Israelische Archäologen haben bei Ausgrabungen in der Nähe der Klagemauer in Jerusalem ein seltenes antikes Siegel gefunden, das einen wertvollen Einblick in den jüdischen Tempelalltag zur Zeit Jesu gibt. Das aus gebranntem Ton bestehende knopfgroße Relikt ist etwa 2000 Jahre alt und enthält die aramäische Aufschrift „Daka Leja“ (דכא ליה), was „rein für Gott“ bedeutet. Die Archäologen Eli Schukron von der israelischen Altertumsbehörde (IAA) und Ronny Reich von der Universität Haifa gehen davon aus, dass diese gravierten Tonscherben verwendet wurden, um Gegenstände wie...
MehrHerodianischer Tempel nicht durch Herodes vollendet
Herodes der Große, der von ca. 37 v. Chr. bis 4. n. Chr. über Judäa und Galiläa herrschte, ging als einer der größten Bauherren der Antike in die Geschichte ein. Ein zufälliger Fund beim Robinsonbogen südlich der Klagemauer zeigte jetzt, dass Teile des von ihm um 22 v. Chr. begonnenen Jerusalemer Tempels erst unter seinem Enkel Herodes Agrippa I. fertiggestellt wurden, darunter die Außenmauern des Tempelareals, wozu die heutige Klagemauer gehört. Die im Auftrag der israelischen Altertumsbehörde arbeitenden Archäologen Eli Schukrun und Ronny Reich entdeckten bei...
Mehr


