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	<title>Institut für Israelogie</title>
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	<description>Erst die Fakten, dann die Meinung</description>
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		<title>Menschenverachtende Zustände auf der Sinai-Halbinsel</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 15:47:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Perrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
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		<description><![CDATA[Als die „Hölle auf Erden“ beschreibt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Situation von afrikanischen Flüchtlingen, die durch den Sinai nach Israel einwandern wollen. „Sie kommen aus Äthiopien, dem Sudan, aus Eritrea. Was sie suchen, ist ein besseres Leben. Womit sie allerdings auf ihrem mühsamen Weg Richtung &#8216;Gelobtes Land&#8217; konfrontiert werden, sind menschenverachtende Zustände. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Als die „Hölle auf Erden“ beschreibt die <em>Gesellschaft für bedrohte Völker</em> (GfbV) die Situation von afrikanischen Flüchtlingen, die durch den Sinai nach Israel einwandern wollen. „Sie kommen aus Äthiopien, dem Sudan, aus Eritrea. Was sie suchen, ist ein besseres Leben. Womit sie allerdings auf ihrem mühsamen Weg Richtung &#8216;Gelobtes Land&#8217; konfrontiert werden, sind menschenverachtende Zustände. Sie werden entführt, misshandelt, vergewaltigt, ihnen werden Organe bei lebendigem Leib entfernt. Bis nach Israel gelangen sie oft gar nicht.“</p>
<p>So berichtete das Israelnetz schon vor einigen Monaten über die Situation der Asylbewerber auf der Sinai-Halbinsel, einer der gefährlichsten Flüchtlingsrouten der Welt.</p>
<div id="attachment_1496" class="wp-caption alignleft" style="width: 548px"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/04/800px-Katharinenkloster_Sinai_BW_2.jpg" rel="lightbox[1491]"><img class=" wp-image-1496   " title="800px-Katharinenkloster_Sinai_BW_2" src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/04/800px-Katharinenkloster_Sinai_BW_2.jpg" alt="" width="538" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Das Katharinenkloster im Süden der Sinai-Halbinsel</p></div>
<p style="text-align: justify;">Jetzt äußerten sich vor allem katholische Verantwortliche aus Israel „tief besorgt“ über die dortige Lage. So würden in der Nähe des bekannten Katharinenklosters hunderte Flüchtlinge von skrupellosen Menschenhändlern in Ketten gefangen gehalten und schwersten Misshandlungen ausgesetzt. Ihnen droht aufgrund des lukrativen Geschäfts des Organhandels ein grausamer Tod, wenn ihre Angehörigen kein Lösegeld zahlen &#8211; was diesen nur selten möglich ist. Besonders schlimm seien die Verbrechen &#8211; wie sexueller Missbrauch, Folter, Mord und viele andere Demütigungen &#8211; an Frauen und Kindern, heißt es weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Im <em>Heute Journal</em> des ZDF berichtete vor kurzem Teklit Michael, ein Flüchtling aus Eritrea, von seinen Erfahrungen: „Ich habe zwischendurch nur auf meinen Tod gewartet. Es gibt Hunger und unvorstellbare Grausamkeiten. Schlimmer als alles, was man irgendwo lesen kann.“ Weitere Berichte von Überlebenden finden Sie <a href="http://www.israelnetz.com/themen/hintergruende/artikel-hintergrund/datum/2012/02/20/auf-der-flucht-in-die-hoelle" target="_blank">hier</a>.<br />
Diese zahlreichen Zeugenaussagen wurden bestätigt durch Funde ausgeweideter Leichen im Nord-Sinai. Im Jahre 2010 belief sich die Zahl der Flüchtlinge auf 12.000.</p>
<div id="attachment_1497" class="wp-caption alignright" style="width: 316px"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/04/483px-Sinai-peninsula-map.jpg" rel="lightbox[1491]"><img class=" wp-image-1497    " title="483px-Sinai-peninsula-map" src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/04/483px-Sinai-peninsula-map.jpg" alt="" width="306" height="380" /></a><p class="wp-caption-text">Die Sinai-Halbinsel</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die Ordinarien des Heiligen Landes, bitten nun in einem Appell die israelischen und ägyptischen Behörden sowie die internationale Gemeinschaft um ein rasches Eingreifen. So soll beispielsweise katholischen Seelsorgern Zugang zu den Flüchtlingscamps nahe der ägyptischen Grenze verschafft werden. Des weiteren wird von Menschenrechtsorganisationen immer wieder gefordert, die Flüchtlinge zu befreien, die Schmuggler strafrechtlich zu verfolgen und die Folteropfer zu versorgen. Sigal Rozen, Koordinatorin der Organisation <em>Hotline für Gastarbeiter</em>, beklagt in dem Zusammenhang: „Wären die Geiseln Europäer, hätte man diesem Treiben längst ein Ende gesetzt“.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch die äygptische Regierung fühlt sich machtlos im Kampf gegen den Menschenhandel in diesem riesigen Wüstengebiet.</p>
<p style="text-align: justify;">Der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius sagte vor einigen Monaten als Reaktion auf die bekannt gewordenen Nachrichten: &#8220;Um den Menschenhandel wirksam zu bekämpfen, muss mehr für die lange vernachlässigten Beduinen im Nord-Sinai getan werden. Ohne wirtschaftliche Entwicklung gibt es in der verarmten Region für sie kaum eine Alternative zum Schmuggel mit Gütern und Menschen.&#8221; Denn seit dem Zusammenbruch des Mubarak-Regimes vor gut einem Jahr hatte sich die ägyptische Polizei weitgehend aus dem Nord-Sinai zurückgezogen, so dass kriminelle Menschenhändler, radikal-islamische Salafiten und Beduinen die Kontrolle über die Region übernahmen.<br />
Äygptens neuer Innenminister bemüht sich nun vor allem um eine Annäherung an die Beduinen, die er zu Polizisten ausbilden lassen will. Laut Delius sind dies „erste wichtige Schritte, um die Rechtlosigkeit im Nord-Sinai zu beenden.“ Es sei jedoch weit mehr Hilfe für die Beduinen notwendig, „um ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen und dem Menschenhandel Einhalt zu gebieten.“</p>
<p style="text-align: justify;">Im Februar hatte bereits der Exekutivausschuss des ÖRK eine Erklärung zum Menschenhandel in der Sinaiwüste veröffentlicht. Nun meldeten sich die katholischen Verantwortlichen Israels unter Leitung des Jerusalemer Patriarchen Fouad Twal zu Wort, um die Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">An den Schluss ihres Aufrufs stellten sie Jesu Worte aus Mt 25,35: „Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><em>Quellen: </em><br />
<em>http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=582393</em><br />
<em>http://www.gfbv.it/2c-stampa/2011/111115de.html</em><br />
<em>http://www.israelnetz.com/themen/hintergruende/artikel-hintergrund/datum/2012/02/20/auf-der-flucht-in-die-hoelle/</em><br />
<em>http://www.oikoumene.org/de/programme/oeffentliches-zeugnis-macht-hinterfragen-fuer-frieden-eintreten/kirchen-im-nahen-osten/pief/news-events/a/article/7313/oerk-veroeffentlicht-erkl.html</em></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Fotos: © Olmo Calvo (flickr.com), Berthold Werner (wikipedia.de), CIA (wikipedia.de)</p>
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		<title>Vom ungläubigen Juden zum gläubigen Christen</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 08:42:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Perrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Damkani]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Konversion]]></category>

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		<description><![CDATA[Er wurde am See Genezareth geboren &#8211; in eine religiöse jüdische Familie aus dem Stamme Juda hinein. Dennoch konnte der Jude Jakob Damkani mit der Religion seiner Vorväter nie viel anfangen: „Reicht es wirklich aus, eine Kippa zu tragen und einen Bart wachsen zu lassen? Es schien mir, dass Gott mehr nach meinem Herzen als nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Er wurde am See Genezareth geboren &#8211; in eine religiöse jüdische Familie aus dem Stamme Juda hinein.</p>
<p style="text-align: justify;">Dennoch konnte der Jude Jakob Damkani mit der Religion seiner Vorväter nie viel anfangen: „Reicht es wirklich aus, eine Kippa zu tragen und einen Bart wachsen zu lassen? Es schien mir, dass Gott mehr nach meinem Herzen als nach meiner Kleidung oder anderen Dingen fragte &#8211; aber ich wusste noch nicht, wie ich ihm mein Herz geben sollte. Bereits als Kind sehnte ich mich nach mehr: Die Liebe Gottes in ihrer ganzen Fülle zu erfahren.“</p>
<p style="text-align: justify;">Als Jugendlicher wandert er in die USA aus, wo Damkani einen israelischen Geschenkshop eröffnet. Eines Tages betritt ein Mann sein Geschäft und zufälligerweise ist dieser Christ&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Heute sagt Jakob Damkani über die damit beginnende Wende in seinem Leben: „Zum ersten Mal verstand und lebte ich meine wahre, von Gott gegebene Identität, ich verstand was es bedeutet ein wahrer Jude zu sein.“</p>
<p><iframe width="500" height="375" src="http://www.youtube.com/embed/F1MuaxMJ3TQ?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Verleihung des Franz-Delitzsch-Preises 2012</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 15:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Perrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag, 27. April wird das das Institut für Israelogie im Plenarsaal der Freien Theologischen Hochschule Gießen den diesjährigen Franz-Delitzsch-Hauptpreis sowie -Forschungsförderpreis verleihen: Dabei werden die Islamwissenschaftlerin Carmen Matussek (Universität Tübingen) und die Theologin Jennifer M. Rosner (Fuller Theological Seminary, Kalifornien) für ihre wissenschaftlichen Abschlussarbeiten mit den Hauptpreis ausgezeichnet. Matussek befasste sich mit dem Thema [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Am Freitag, 27. April wird das das Institut für Israelogie im Plenarsaal der Freien Theologischen Hochschule Gießen den diesjährigen Franz-Delitzsch-Hauptpreis sowie -Forschungsförderpreis verleihen:</p>
<p style="text-align: justify;">Dabei werden die Islamwissenschaftlerin Carmen Matussek (Universität Tübingen) und die Theologin Jennifer M. Rosner (Fuller Theological Seminary, Kalifornien) für ihre wissenschaftlichen Abschlussarbeiten mit den Hauptpreis ausgezeichnet. Matussek befasste sich mit dem Thema &#8220;Der Glaube an eine &#8216;jüdische Weltverschwörung&#8217;. Die Rezeption der &#8216;Protokolle der Weisen von Zion&#8217; in der arabischen Welt&#8221;. Sie teilt sich den Preis mit Rosner, die für ihre Dissertation &#8220;Healing the Schism: Barth, Rosenzweig and the New Jewish-Christian Encounter&#8221; ausgezeichnet wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Anschließend wird der Forschungsförderpreis verliehen, der in diesem Jahr an Isaak Kalimi (Oriental Institute der Universität Chicago) für seinen Artikel über den Versöhnungstag in der Zeit des Zweiten Jerusalemer Tempels und an Susi Schweizer geht, die in ihrer Masterarbeit die Bedeutung der jüdischen Geschichte für die in Kindergarten und Unterstufe vermittelte christliche Botschaft herausarbeitete.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem werden am 27. April der oder die Gewinner/in der sechs-wöchigen Sommeruniversität in Beer-Sheva bekannt gegeben, für die sich Studierende der Freien Theologischen Hochschule Gießen seit Januar bewerben konnten.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu der feierlichen Preisverleihung mit anschließendem Kaffeetrinken laden wir Sie herzlich ein! Sie findet um 10.10 Uhr in der Freien Theologischen Hochschule Gießen, Rathenaustr. 5-7, 35394 Gießen statt.</p>
<p>Weitere Informationen zur diesjährigen Preisverleihung und den Preisträgern finden Sie auch <a href="http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de/aktuell/2012_03_28_Delitzsch_Preis.php" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie religiös sind die Juden?</title>
		<link>http://www.israelogie.de/2012/wie-religios-sind-die-juden/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 18:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Perrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Juden]]></category>
		<category><![CDATA[orthodox]]></category>
		<category><![CDATA[Religiosität]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie glauben an Gott und betätigen trotzdem am Schabbat den Lichtschalter: Die Mehrheit der in Israel lebenden Juden sind, dem neuesten Bericht des Guttmann-Zentrums vom IDI (Israel-Demokratie-Institut) zufolge, zwar religiös, halten sich jedoch nicht zwingend an die Gesamtheit der jüdischen Gesetze, die Halacha. Für die aufschlussreiche Befragung wurden drei Jahre lang (2009 bis 2012) die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Sie glauben an Gott und betätigen trotzdem am Schabbat den Lichtschalter: Die Mehrheit der in Israel lebenden Juden sind, dem neuesten Bericht des Guttmann-Zentrums vom IDI (Israel-Demokratie-Institut) zufolge, zwar religiös, halten sich jedoch nicht zwingend an die Gesamtheit der jüdischen Gesetze, die Halacha.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die aufschlussreiche Befragung wurden drei Jahre lang (2009 bis 2012) die in Israel lebenden Juden nach ihren religiösen Überzeugungen und Gewohnheiten befragt. Es ist nach 1991 und 1999 die dritte dieser Art und sie weist auf eine interessante Tendenz hin: Zumindest der rein theistische Glaube an Gott ist für einen Großteil der Juden in Israel weiterhin selbstverständlich:<br />
So glauben 80% der Befragten an die Existenz Gottes und dass gute Taten eine Belohnung nach sich ziehen, obwohl 43% sich selbst als säkular, 3% sich sogar als antireligiös bezeichnen. Immer noch 56 % der Juden glauben an ein Leben nach dem Tod und die Hälfte aller in Israel lebenden Juden (51%) geht weiterhin vom Kommen eines Messias aus.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild-4.png" rel="lightbox[1433]"><img class="wp-image-1434 aligncenter" style="border: 1px solid black;" title="Religiosität der Juden" src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild-4.png" alt="" width="403" height="267" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Von den Juden, die der Religion etwas abgewinnen können, bezeichnen sich 32% als traditionell, 15% als religiös (2009: 11%) und 7% als orthodox, zwei Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Damit ist  in den letzten Jahren in Israel das Interesse an Religion und die Ausübung der Religiosität gestiegen, obwohl lange vom Gegenteil ausgegangen wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Assaf Inbari von der linksliberalen Zeitung Haaretz bemerkt: „Seit Jahren begleitet uns die Illusion einer säkularen Mehrheit im Volk. Das Problem liegt darin, dass die Atheisten sich selbst für die Mehrheit halten. Damit verhalten sie sich, als seien sie die Herrscher, ganz so, wie es auch die Orthodoxen tun.“<br />
Fakt ist, dass weder Atheisten noch Orthodoxe die Mehrheit darstellen, sondern mindestens 40% der Juden ihren jüdischen Glauben sehr bewusst leben.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Rest der in Israel lebenden Juden erinnert sich laut Meno Kalischer, dem Gemeindeleiter der messianischen „Jerusalem Assembly“, „während den Feiertagen und in Notzeiten“ an Gott, wobei selbst das im Vergleich zu &#8211; beispielsweise &#8211; Europa überdurchschnittlich ist. So fasten immer noch 68% aller Juden am Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag. Am Schabbat gehen nur 11% der Juden arbeiten und 16% einkaufen. Auf den in orthodoxen Kreisen streng verbotenen Medienkonsum wird jedoch nicht von allen verzichtet: 65% der Juden in Israel schalten am Schabbat den Fernseher ein und 52% surfen im Internet.</p>
<p style="text-align: justify;">Die jüdischen Traditionen gelten insgesamt für viele weiterhin als hohes Gut und werden dementsprechend auch mit oder ohne religiöse Überzeugung gepflegt: 72% der jüdischen Familien essen koscher und 84% der Juden geben an, dass die Familie für sie einen hohen Stellenwert hat, besonders das Zusammensein am Schabbat. In zwei von drei jüdischen Familien brennen zum Schabbateingang am Freitag Abend die Schabbatkerzen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild-9.png" rel="lightbox[1433]"><img class=" wp-image-1439 aligncenter" style="border: 1px solid black;" title="Juden an der Klagemauer" src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/04/Bild-9.png" alt="" width="317" height="365" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Für die politische Ebene wird auf der einen Seite erkennbar, dass die Thematik aus dem Staatswesen nicht wegzudenken ist und religiöse Werte viele nationalpolitischen Entscheidungen mitbestimmen. Auf der anderen Seiten fällt der Gegensatz zwischen der religiösen Bevölkerung und meist weniger religiös eingestellten politischen Entscheidungsträgern auf. Der Publizist Menachem Ben schreibt in der Zeitung Maariv: „Den 80 Prozent der Juden, die gottgläubig sind, steht die Ignoranz israelischer Führer, die zu einem strategischen Problem in einer immer religiöseren Welt wird, gegenüber. (&#8230;) Das politische Israel weiß nichts mehr vom religiösen Kern des Konflikts“.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies kann nun &#8211; wie von Ben selbst &#8211; negativ, oder &#8211; wie von anderen &#8211; positiv, weil förderlich für eine Lösung des Nahostkonfliktss bewertet werden. Sicher ist, dass die Politiker und die Leitmedien in ihrer Antireligiosität die israelische Bevölkerung nicht richtig abbilden und vertreten, so der Historiker Zwi Sadan: „Israels Medien sind konsequent antireligiös geprägt. Auch wenn Israel als säkularer Staat dargestellt wird, glaubt doch die breite Mehrheit an den Gott Israels!“</p>
<p style="text-align: justify;">Der Umfrage zufolge betrachten sich etwa 67% der in Israel lebenden Juden immer noch als Gottes auserwähltes Volk, wenn auch 44% der Juden im Konfliktfall der Demokratie den Vorrang vor den Gesetzen der Halacha geben würden.</p>
<p style="text-align: justify;">Offen bleibt die Frage, was genau der Glaube an Gott für die 80% der Befragten impliziert, welche Auswirkungen er beispielsweise neben der Befolgung von Traditionen und Gesetzen auf das persönliche Leben hat. Das Urteil von Jakob Damkani, messianischer Jude und Evangelist in Israel, ist drastisch: „Diejenigen, die von sich behaupten, an Gott zu glauben, wissen oft nicht einmal, wer ihr Gott ist. Sie glauben zwar an Gott, doch ihr Gott ist der Gott der Pharisäer und Rabbiner.“</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Fotos: © Johannes Fenn (fennomenal.de)</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><em>Quelle: Israel Heute Nr. 400 / März 2012</em></p>
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		<title>Sammlung mitteralterlich-jüdischer Dokumente der Kairoer Geniza jetzt online</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 15:36:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Perrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Dokumente]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Kairo]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Judentum herrscht seit jeher die eiserne Regel, dass Texte, die den Gottesnamen enthalten, nicht weggeworfen werden dürfen, weil sie als heilig gelten. Aus diesem Grund finden sich in Gebäuden überall auf der Welt versteckte und vermauerte Hohlräume, Kontainer und ähnliches, in denen alte jüdische Schriften aufbewahrt wurden &#8211; Geniza nennt sich eine solche „Schatzkammer“. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1424" class="wp-caption alignright" style="width: 111px"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Bild-12.png" rel="lightbox[1417]"><img class=" wp-image-1424   " src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Bild-12-300x295.png" alt="" width="101" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">Moderne Geniza in Jerusalem</p></div>
<p style="text-align: justify;">Im Judentum herrscht seit jeher die eiserne Regel, dass Texte, die den Gottesnamen enthalten, nicht weggeworfen werden dürfen, weil sie als heilig gelten. Aus diesem Grund finden sich in Gebäuden überall auf der Welt versteckte und vermauerte Hohlräume, Kontainer und ähnliches, in denen alte jüdische Schriften aufbewahrt wurden &#8211; Geniza nennt sich eine solche „Schatzkammer“.</p>
<p style="text-align: justify;">Die wohl bekannteste Geniza ist die der Ben-Esra-Synagoge in Kairo, die Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt wurde. In ihr befanden sich rund 250.000 handgeschriebene Dokumente in Hebräisch und Judäo-Arabisch, die nach ihrem Fund in alle Himmelsrichtungen verstreut wurden und sich heute teils in Bibliotheken, teils in Privatbesitz befinden.</p>
<p style="text-align: justify;">Um die Erforschung des mittelalterlichen Judentums voranzubringen, hatte die Bibliothek der Universität Oxford Anfang des 20. Jahrhunderts systematisch Dokumente der Geniza-Sammlung ermittelt und aufgekauft. Die etwa 25.000 Fundstücke wurden nun in hoher Auflösung digitalisiert, um sie der Forschung sowie der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf der Homepage der Bodleiana können diese nun entweder über den Autorennamen oder die Katalognummer eingesehen werden: <a href="http://genizah.bodleian.ox.ac.uk/" target="_blank">http://genizah.bodleian.ox.ac.uk/</a></p>
<p style="text-align: justify;">Unter den erhaltenden Funden finden sich beispielsweise Schriften des jüdischen Philosophen Maimonides aus dem 12. Jahrhundert, aber auch viele Taldmudfragmente. Letztere sind von besonderer Bedeutung, da u.a. im Anschluss an Luthers Aufruf in „Von den Juden und ihren Lügen“ im mittelalterlichen Europa bis viel später im Nationalsozialismus viele jüdischen Schriften, allen voran der Talmud, verbrannt wurden. Daneben enthält die Sammlung auch Abschriften der Thora, Gebete, liturgische Schriften sowie allerhand Briefe, Geschäftsabkommen und Eheverträge, die einen wertvollen Einblick in das Judentum des frühen Mittelalters bieten.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Fotos: © Christopher Rose, Ask? (flickr.com)</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Quelle: http://www.israelnetz.com/themen/wissenschaft/artikel-wissenschaft/datum/2012/02/28/oxfo</em><em>rd-25000-dokumente-der-kairoer-geniza-jetzt-online/</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Global March to Jerusalem&#8221; nähert sich der Stadt</title>
		<link>http://www.israelogie.de/2012/global-march-to-jerusalem-nahert-sich-der-stadt/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 13:40:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Perrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Nahostkonflikt]]></category>

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		<description><![CDATA[Israel steht ein turbulentes Wochenende bevor: Für Freitag, den 30. März, planen hunderttausende pro-palästinensische Demonstranten vornehmlich aus den arabischen Nachbarländern, nach Jerusalem einzumarschieren, um „Palästina und Jerusalem aus den Händen der Zionisten zu befreien“. Seit Wochen bereitet sich ein großer Teil der islamischen Welt auf diese „friedliche“ Demonstration vor, indem sie u.a. durch gezielte Werbekampagnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/march.png" rel="lightbox[1389]"><img class="alignleft  wp-image-1409" style="border: 1px solid black;" title="march" src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/march-238x300.png" alt="" width="126" height="159" /></a>Israel steht ein turbulentes Wochenende bevor: Für Freitag, den 30. März, planen hunderttausende pro-palästinensische Demonstranten vornehmlich aus den arabischen Nachbarländern, nach Jerusalem einzumarschieren, um „Palästina und Jerusalem aus den Händen der Zionisten zu befreien“.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit Wochen bereitet sich ein großer Teil der islamischen Welt auf diese „friedliche“ Demonstration vor, indem sie u.a. durch gezielte Werbekampagnen im Internet (<a href="http://gm2j.com/main/" target="_blank">http://gm2j.com/main/</a>) zur Teilnahme mobilisiert und die von unterschiedlichen Ländern ausgehenden Märsche organisiert. An der Planung beteiligt sind regionale Mächte wie die Hamas, die Hisbollah und die Muslimbruderschaft.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist der 36. Jahrestag des so genannten „Tages des Landes“, an dem im Jahre 1976 Araber gegen die Beschlagnahmung von Land in Galiläa demonstriert hatten und worauf bei anschließenden Zusammenstößen mit der Polizei sechs Menschen starben.</p>
<p style="text-align: justify;">Unzählige Demonstranten aus dem gesamten Nahen Osten haben sich aus den israelischen Grenzgebieten wie Jordanien, Ägypten, dem Libanon und Syrien bereits in Richtung Jerusalem aufgemacht. Aus dem deutschsprachigen Raum flogen zahlreiche Personen in den Libanon, um von dort aus an dem Marsch teilzunehmen und so ihre Solidarität mit dem palästinensischen Volk zu bekunden (<a href="http://www.jerusalem-marsch.de/aktuelles.html" target="_blank">http://www.jerusalem-marsch.de/aktuelles.html</a>). Zeitgleich finden an vielen Orten auf der Welt Demonstrationen statt.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Bild-81.png" rel="lightbox[1389]"><img class="wp-image-1410 aligncenter" style="border: 1px solid black;" title="Bild 8" src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Bild-81.png" alt="" width="478" height="270" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Der geplante Aufmarsch richtet sich gegen Israels Kontrolle über die Gebiete, die die Araber für sich beanspruchen, und konzentriert sich dieses Jahr besonders auf Jerusalem. Viele Araber leugnen eine jüdische Geschichte der Stadt, was beispielsweise in einem der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8VZFSsAhy6U&amp;feature=relmfu" target="_blank">Propaganda-Videos</a> der Organisatoren deutlich wird. „Unser Ziel ist das Ende der israelischen Apartheit, der ethnischen Säuberungen und der Judaisierung, die den Menschen, dem Land und der Heiligkeit Jerusalems schaden,“ ist in einem Aufruf auf der offiziellen Website des „Global March to Jerusalem“ zu lesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Organisatoren betonten im Vorhinein, dass kein Interesse an einer Konfrontation mit der israelischen Armee bestünde und es sich um eine friedvolle Bewegung handele, die nicht den Auftakt einer dritten Intifada darstellen solle. Eine solche Zuversicht gründet u.a. in der Tatsache, dass israelische Soldaten nicht auf Zivilisten schießen. Militär und Grenzpolizei Israels haben indes erklärt, sie seien vorbereitet, um Verletzungen der Staatsgrenzen und in Zusammenarbeit mit den palästinensischen Sicherheitsbehörden auch Angriffe auf jüdische Siedlungen zu verhindern.<br />
Zu befürchten bleibt dennoch, dass es zu gewalttätigen Ausschreitungen kommt, zumal der letztjährige Marsch in einem Blutbad mit 13 Toten endete &#8211; was damals zu scharfer internationaler Kritik an Israel geführt hatte. Das Auswärtige Amt veröffentlichte für den 30. März bereits Reisewarnungen nach Israel und in die Grenzgebiete.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nachtrag: </strong>Die Organisatoren des Marsches hatten mehr als zwei Millionen Teilnehmer angekündigt, am Ende demonstrierten &#8220;nur&#8221; mehrere Zehntausende gegen die israelische Politik. Die befürchtete Eskalation blieb aus. Mehr zur Bilanz des &#8220;Global March to Jerusalem&#8221; können Sie hier nachlesen: <a href="http://www.israelnetz.com/themen/sicherheit/artikel-sicherheit/datum/2012/04/01/jerusalem-marsch-befuerchtete-eskalation-bleibt-aus/" target="_blank">http://www.israelnetz.com/themen/sicherheit/artikel-sicherheit/datum/2012/04/01/jerusalem-marsch-befuerchtete-eskalation-bleibt-aus/</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Quellen:</em><br />
<em>http://gm2j.com/main/</em><br />
<em>http://www.jerusalem-marsch.de/aktuelles.html</em><br />
<em>http://www.israelheute.com/tabid/179/nid/24293/Default.aspx</em><br />
<em>http://www.israelheute.com/Nachrichten/tabid/179/nid/24308/Default.aspx</em><br />
<em>http://israelheute.com/Nachrichten/tabid/179/nid/24318/Default.aspx</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Foto Felsendom: © Ben-Perrusi Martins (flickr.com)</p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		<title>Provokante Ansichten zur Siedlungsfrage</title>
		<link>http://www.israelogie.de/2012/provokante-ansichten-zur-siedlungsfrage/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 10:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Perrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Nahostkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Siedlungsbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Er gehört zu den „Stammvätern“ der jüdischen Siedlungsbewegung und vertritt die Meinung, das heutige Palästina stehe einzig und allein den Juden zu &#8211; bis dahin nichts Besonderes. Doch im Vergleich zu vielen anderen Siedlern argumentiert Eljakim Ha‘etzni nicht religiös, sondern juristisch: Der als Georg Bombach 1926 in Kiel geborene und anschließend nach Israel geflohene Jude [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Er gehört zu den „Stammvätern“ der jüdischen Siedlungsbewegung und vertritt die Meinung, das heutige Palästina stehe einzig und allein den Juden zu &#8211; bis dahin nichts Besonderes. Doch im Vergleich zu vielen anderen Siedlern argumentiert Eljakim Ha‘etzni nicht religiös, sondern juristisch:</p>
<div id="attachment_1367" class="wp-caption alignleft" style="width: 317px"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Bild-22.png" rel="lightbox[1362]"><img class=" wp-image-1367   " style="margin-top: 2px; margin-bottom: 2px;" title="Eljakim Ha'etzni" src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Bild-22.png" alt="" width="307" height="149" /></a><p class="wp-caption-text">Georg Bombach alias Eljakim Ha&#39;etzni</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der als Georg Bombach 1926 in Kiel geborene und anschließend nach Israel geflohene Jude war Politiker und Jurist und gehörte zu den ersten Siedlern, die 1968 in Hebron Siedlungen aufbauten. In einem Interview mit der Tagesschau versucht er zu erklären, warum die Siedler rechtmäßig handeln, sind doch ihm zufolge die international „besetzt“ genannten Gebiete gar nicht besetzt&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Die Grundfrage ist für Ha‘etzni: Wer ist der rechtmäßige „Souverän“ des Landes, der nach den Gesetzen des Internationalen Gerichtshof in Den Haag eine Anspruch auf Rückkehr in das besetzte Land hat, aus dem er vertrieben wurde? Auf Englisch nenne man so jemanden „Reversioner“, den Heimfallsberechtigten. Er nennt verschiedene Möglichkeiten:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Jordanien: Im Arabisch-Israelischen Krieg von 1948 besetzte und annektierte Jordanien das Westjordanland, was aber nur von Großbritannien und Pakistan jemals anerkannt wurde und völkerrechtswidrig war. 1988 erklärte zudem König Hussein, dass Jordanien nicht länger Anspruch auf das Gebiet erhebe.</li>
<li style="text-align: justify;">Großbritannien: Vorher hatte seit 1920 Großbritannien das Völkerbundsmandat über Palästina, welches sie jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg aufgaben.</li>
<li style="text-align: justify;">Die Osmanen: Von 1517 bis zum Ersten Weltkrieg war Palästina osmanisches Gebiet, was dann aber von der britischen Mandatszeit abgelöst wurde.</li>
<li style="text-align: justify;">Die Mameluken: Diese hätten laut Ha‘etzni ebenfalls keinen Anspruch mehr auf die Gebiete. „Die Mameluken sind im Museum. Gehen Sie ins Museum und sprechen Sie mit ihnen“, schlägt er vor.</li>
</ul>
<div id="attachment_1371" class="wp-caption alignright" style="width: 223px"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Bild-41.png" rel="lightbox[1362]"><img class=" wp-image-1371       " title="Soldaten vor einer Siedlerstraße in Hebron" src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Bild-41.png" alt="" width="213" height="141" /></a><p class="wp-caption-text">Soldaten vor einer Siedlerstraße in Hebron</p></div>
<p style="text-align: justify;">Daraus ergibt sich für den jüdischen Siedler: Das Land hat keinen früheren Souverän. Israel habe es im Sechs-Tage-Krieg 1967 nicht „aus irgendwelchen legitimen Händen“ genommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun bezieht Eljakim Ha‘etzni sich auf den Rechtstheoretiker Julius Stone (1907-1985), den US-amerikanischen Rechtswissenschaftler Eugene Rostow (1913-2002) und Stephen M. Schwebel (*1929), ehemaliger Präsident des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag, um zu zeigen, dass Israel heute den einzig gültigen Anspruch auf das Land hat. Dazu legt der überzeugte Siedler ausführlich und anschaulich die Geschichte seit Ende des Ersten Weltkrieges dar &#8211; denn damals habe alles begonnen:</p>
<p style="text-align: justify;">Der Sieg Großbritanniens im Ersten Weltkrieg beendete die 400-jährige Herrschaft der osmanischen Türken über Palästina. In der Balfour-Deklaration von 1917 erklärte der damalige britische Außenminister Balfour in einem Brief an den Zionisten Rothschild: „Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern“. Dabei müssten jedoch „die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina“ gewahrt sein. (Hier der englische Wortlaut der Erklärung:<br />
<a title="Balfour Declaration" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8e/Balfour_declaration_unmarked.jpg" target="_blank" rel="lightbox[1362]">http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8e/Balfour_declaration_unmarked.jpg</a>.) Eljakim Ha‘etzni betont, in der Deklaration sei zwar von Zivilrechten der Palästinenser die Rede, politische Rechte würden jedoch nur den Juden zugestanden.</p>
<p style="text-align: justify;">Anschließend wurde das osmanische Reich verteilt und so erhielt 1922 Großbritannien das Völkerbundsmandat über Palästina. Dieses sei gleichzusetzen mit einer an einen Treuhänder erteilten Vollmacht und ist nach Ha‘etzni das ausschlaggebende Dokument: In ihm wird zunächst die Balfour-Erklärung und Großbritanniens Verantwortung zu Erfüllung eben dieser wiederholt. Es folgt eine Anerkennung der historischen Verbindung des jüdischen Volkes mit dem palästinensischen Land: „Whereas recognition has thereby been given to the historical connection of the Jewish people with Palestine and to the grounds for reconstituting their national home in that country.“<br />
Der Begriff der Wiederherstellung der jüdischen Heimstätte weise laut Ha‘etzni eindeutig darauf hin, dass es eine solche bereits einmal gegeben habe. Hier stehe also schwarz auf weiß, dass die Völker das Unrecht anerkennen, das den jüdischen Volk zugefügt wurde &#8211; und dies bereits vor dem Holocaust!</p>
<p style="text-align: justify;">Da nun die Juden mit ca. 80.000 gegenüber den ca. 400.000 in Palästina lebenden Arabern in der Minderheit waren, mussten die Siegesmächte sich erklären: Nach dem damals aufkommenden Prinzip des Selbstbestimmungsrechtes der Völker konnten nämlich die Araber als Mehrheit fordern, dass das britische Mandat auf ihre Selbstbestimmung hinauslaufen soll.<br />
Hier kommt das in der Präambel des Mandats genannte Stichwort „affirmative action“ oder auch „positive Diskriminierung“ ins Spiel: Einer schwächeren Gruppe werden institutionalisierte Vorteile zugestanden, um ihrer Benachteiligung von vornherein entgegenzuwirken. So wurden allein der jüdischen Minderheit nationale Rechte eingeräumt. Ha‘etzni betont, dass die Araber zu dieser Zeit noch gar nicht wussten, dass sie eine Nation sind und das palästinensische Volk erst als Reaktion auf den Zionismus „erfunden“ wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Als der Tagesschau-Reporter dazwischenfragt: „Doch was machen Sie mit dem Anspruch der Palästinenser heute?“, gibt der Siedler zurück, dass dies eine andere Frage sei, womit er in dem Fall Recht hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Zurück zum Mandat, fügt Ha‘etzni den wichtigen Punkt hinzu, dass die Engländer die jüdische Einwanderung nach Palästina fördern sollten. Diese Forderung werde heute von den Siedlern selber verwirklicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Die große Frage sei nun: Was ist sind der Wert und die Bedeutung des britischen Mandats für den aktuellen Nahostkonflikt? Zur Illustration nennt Ha‘etzni das Beispiel Namibias: Der Völkerbund erteilte Südafrika nach dem Ersten Weltkrieg ein Mandat über dieses Land, in welchem gefordert wurde, Schwarze nicht zu diskriminieren. Es folgte die Apartheid und so kam der Fall nach dem Zweiten Weltkrieg vor den Internationalen Gerichtshof. Den Haag entschied in einem Gutachten, dass, auch wenn der Völkerbund nicht mehr besteht, der Inhalt des Mandats ein heiliges Erbe der Menschheit („a sacred trust of humanity“) bleibe und die Südafrikaner weiter zu dessen Einhaltung verpflichtet seien.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies ist nun der springende Punkt des Siedlers, der diesen Fall mit Palästina vergleicht. Auch hier sei nach Ende des Mandats dessen Inhalt weiterhin gültig: Es soll also jüdische Einwanderung ermutigt und den Juden ihre Heimstätte zugesichert werden &#8211; und zwar bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein neuer „Souverän“ herrsche. Mit diesem Vergleich stützt sich Ha‘etzni wiederum auf die oben genannten drei Juristen.</p>
<p style="text-align: justify;">Für welche Gebiete gelte dies nun? Das frühere Mandatsgebiet umfasste:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Ostpalästina, wo aufgrund der jordanischen Souveränität das Mandat erloschen ist.</li>
<li style="text-align: justify;">Das heutige Israel, das die Gebiete bis zur „Grünen Linie“ von 1967 beherrscht.</li>
<li style="text-align: justify;">Judäa und Samaria (so nennen jüdische Siedler das Westjordanland), Ostjerusalem und Gaza: Hier gebe es laut Ha‘etzni keinen früheren „Souverän“, er nennt es ein „Vakuum“, weil es quasi als einziges Gebiet der Welt herrenlos sei.</li>
</ul>
<div id="attachment_1374" class="wp-caption aligncenter" style="width: 343px"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/482px-West_Bank__Gaza_Map_2007_Settlements.png" rel="lightbox[1362]"><img class=" wp-image-1374" title="482px-West_Bank_&amp;_Gaza_Map_2007_(Settlements)" src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/482px-West_Bank__Gaza_Map_2007_Settlements.png" alt="" width="333" height="415" /></a><p class="wp-caption-text">Jüdische Siedlungen im Westjordanland</p></div>
<p style="text-align: justify;">Solange diese letztgenannten Gebiete nun in der Schwebe seien, &#8211; und dies ist Ha‘etznis Kernthese &#8211; sei der beste und vielleicht einzige Anspruch auf diese Gebiete aufgrund des Völkerbundmandats der jüdische. Hier betont er den Unterschied zwischen „jüdisch“ und „israelisch“, wurde doch in der Balfour-Deklaration dem jüdischen Volk die Heimstätte zugesichert. Deshalb habe auch die israelische Regierung kein Recht, dieses Land dem jüdischen Volk „zu rauben“ und den Arabern zu geben.</p>
<p style="text-align: justify;">Einzig und allein das jüdische Volk, und damit meint der Siedler implizit die Siedlungsbewegung, habe Anrecht auf diese Gebiete.</p>
<p style="text-align: justify;">Eljakim Ha‘etznis Argumentation ähnelt der des israelischen Außenministers Avalon in seinem animierten Youtube-Video „<a title="The Truth about the West Bank" href="http://www.youtube.com/watch?annotation_id%20=annotation_430009&amp;feature=iv&amp;v=XGYxLWUKwWo&amp;src_vid=g_3A6_qSBBQ" target="_blank">The Truth about the West Bank</a>“. Ayalon erwähnt außerdem die wichtige Tatsache, dass die UNO in der Resolution 181 nach Ende des britischen Mandats die Gründung von einem israelischen und einem palästinensischen Staat empfahl, was für ihn wie für Ha‘etzni jedoch nichts daran ändert, dass die besagten Gebiete nicht „besetzt“, sondern „umstritten“ heißen sollten.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn weder Ayalon noch Ha‘etzni auf die wichtige Zwischenfrage des Reporters eingehen, wie  ihrer Meinung nach mit den heute in Israel lebenden Palästinensern umzugehen sei, ist es in jedem Fall lohnenswert, sich mit ihren juristisch-historischen Argumenten zu befassen. Das Interview mit dem jüdischen Siedler deutscher Herkunft gibt zudem einen leicht verständlichen Überblick über die Geschichte des Nahostkonflikts und unterhaltsam ist es durch Ha‘etznis Redeweise allemal.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier geht es zu dem zweiteiligen Interview:</p>
<p style="text-align: justify;">Teil 1:</p>
<p style="text-align: justify;"><a title="Interview Ha'etzni Teil 1" href="http://www.tagesschau.de/videoblog/zwischen_mittelmeer_und_jordan/siedlungsfrage100.html" target="_blank">http://www.tagesschau.de/videoblog/zwischen_mittelmeer_und_jordan/siedlungsfrage100.html</a></p>
<p style="text-align: justify;">Teil 2:</p>
<p style="text-align: justify;"><a title="Interview Ha'etzni Teil 2" href="http://www.tagesschau.de/videoblog/zwischen_mittelmeer_und_jordan/siedlungsfrage102.html" target="_blank">http://www.tagesschau.de/videoblog/zwischen_mittelmeer_und_jordan/siedlungsfrage102.html</a></p>
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		</item>
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		<title>Studienreise 2012</title>
		<link>http://www.israelogie.de/2012/studienreise-2012/</link>
		<comments>http://www.israelogie.de/2012/studienreise-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 15:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Wiegner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured News]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Berthold Schwarz]]></category>
		<category><![CDATA[Helge Stadelmann]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Studienreise]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine herzliche Einladung an alle zur diesjährigen Studienreise im September. Vom 06.09 bis 20.09 (wahlweise mit Verlängerung in Jerusalem bis zum 23.03) die bedeutensten Orte live erleben, mit Vorträgen und Andachten von Prof. Dr. Helge Stadelmann, dem Rektor der Freien Theologischen Hochschule in Gießen und Pfr. Dr. Berthold Schwarz, Leiter des Instituts für Israelogie. Nähere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine herzliche Einladung an alle zur diesjährigen Studienreise im September. Vom <strong>06.09 bis 20.09</strong> (wahlweise mit Verlängerung in Jerusalem bis zum 23.03) die bedeutensten Orte live erleben, mit Vorträgen und Andachten von <strong>Prof. Dr. Helge Stadelmann</strong>, dem Rektor der Freien Theologischen Hochschule in Gießen und <strong>Pfr. Dr. Berthold Schwarz</strong>, Leiter des Instituts für Israelogie.</p>
<p>Nähere Informationen finden Sie in unserem Flyer: <a href="http://www.israelogie.de/download-ordner/128">Flyer Israel Studienreise 2012</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Bildnachweis: Visions-of-Israel @ http://visionsof.org/israel/</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Online-Sammlung über jüdisches Schrifttum</title>
		<link>http://www.israelogie.de/2012/online-sammlung-uber-judisches-schrifttum/</link>
		<comments>http://www.israelogie.de/2012/online-sammlung-uber-judisches-schrifttum/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 17:38:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Perrot</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine einzigartige und bis vor kurzem noch unbekannte Sammlung jüdischen Schrifttums war in den letzten Monaten im Landesmuseum Zürich zu sehen: Die &#8220;Braginsky Collection&#8221; umfasst Schriftrollen und Bibelausgaben, Gebetsbücher und Gesetzestexte, kabbalistische Abhandlungen und wissenschaftliche Literatur bis hin zu jüdischen Hochzeitsverträgen. Die Dokumente stammen aus der Zeit vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine einzigartige und bis vor kurzem noch unbekannte Sammlung jüdischen Schrifttums war in den letzten Monaten im Landesmuseum Zürich zu sehen: Die &#8220;Braginsky Collection&#8221; umfasst Schriftrollen und Bibelausgaben, Gebetsbücher und Gesetzestexte, kabbalistische Abhandlungen und wissenschaftliche Literatur bis hin zu jüdischen Hochzeitsverträgen. Die Dokumente stammen aus der Zeit vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit und zogen seit dem 25. November 2012 mehr als hunderttausend Menschen nach Zürich.<br />
Bei dem Fundus handelt es sich um die Privatsammlung des Schweizer Finanzinvestors René Braginsky, der jahrzehntelang hunderte illustrierte hebräische Manuskripte aus aller Welt ausfindig machte. Vor zwei Jahren wurden diese in der Bibliotheca Rosenthaliana (Amsterdam) zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem war die Ausstellung bereits in New York und Jerusalem und kehrte nun in Braginskys Heimat Zürich zurück.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Highlights der Sammlung können in einem virtuellen Rundgang auf Englisch oder Hebräisch auch <a title="Braginsky Collection" href="http://www.braginskycollection.com/" target="_blank">online</a> betrachtet werden. Sie ist dort unterteilt in die Themenbereiche „Manuskripte und gedruckte Bücher“, „Hochzeitsverträge“ und „Esther-Schriftrollen“:</p>
<div id="attachment_1341" class="wp-caption alignleft" style="width: 132px"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Maimonides-2.jpg" rel="lightbox[1332]"><img class=" wp-image-1341" title="Maimonides-2" src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Maimonides-2.jpg" alt="" width="122" height="170" /></a><p class="wp-caption-text">Moses Maimonides</p></div>
<p style="text-align: justify;">Zur ersten Gruppe gehört beispielsweise das wertvollste sowie imposanteste Stück der Kollektion, die mehrtausendseitige Abschrift der Mischna Tora von Moses Maimonides (1135/38 &#8211; 1204). Der jüdische Philosoph des Mittelalters gilt als einer der bedeutendsten jüdischen Rechtsgelehrten aller Zeiten.<br />
Ein wichtiger Teil der Sammlung stellen weiterhin die kunstvoll illustrierten Ausgaben der „Pessach Haggada“ dar, die Erzählungen und Lieder zu Feier des jüdischen Passafestes enthalten und dank der Wein- und Ölflecken von ihrem regen Gebrauch zeugen. Eines der prächtigen und goldverzierten Dokumente entstand möglicherweise im Auftrag der bekannten jüdischen Rothschild-Familie.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 439px"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Manuscripts-and-Printed-Books.png" rel="lightbox[1332]"><img title="Manuskripte und gedruckte Bücher der Braginsky-Sammlung" src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Manuscripts-and-Printed-Books.png" alt="" width="429" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">Manuskripte und gedruckte Bücher der Braginsky-Sammlung</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die historischen „Ketubot“ (Hochzeitsverträge) sammelte René Braginsky in vielfachen Ausfertigungen. In ihnen wurden die Rechte und das Eigentum der Braut sowie die Pflichten des Bräutigams festgehalten und bei der Eheschließeung öffentlich verlesen. Auch diese großformatigen Pergamente sind zum Teil farbenreich und aufwendig verziert, zum Beispiel mit Bildern der Stadt Jerusalem oder biblischer Persönlichkeiten, deren Namen die Eheleute trugen. Etliche Exponate zeugen damit von einem überraschend freien Umgang mit dem im Judentum tief verankerten Bilderverbot aus den Zehn Geboten. Interessant ist auch der zunächst unscheinbare wirkende Hochzeitsvertrag aus Gibraltar (ca. 1830), der nicht eine Ehe zwischen Frau und Mann, sondern die Vermählung des Volkes Israel mit der Thora thematisiert, die der Überlieferung zufolge am 6. Siwan 2448 (1313 v. Chr.) am Berg Sinai beschlossen wurde und bis heute anhält.</p>
<div id="attachment_1334" class="wp-caption alignleft" style="width: 214px"><a href="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Esther-Scrolls.png" rel="lightbox[1332]"><img class=" wp-image-1334  " title="Esther-Rollen aus der Braginsky-Sammlung" src="http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/03/Esther-Scrolls.png" alt="" width="204" height="136" /></a><p class="wp-caption-text">Esther-Schriftrollen der Braginsky-Sammlung</p></div>
<p style="text-align: justify;">Zuletzt fanden sich im Züricher Museum und nun online mehr als zwanzig Schriftrollen („Megillot“), die die biblische Geschichte von Esther, der jüdischen Ehefrau des persischen Königs Ahasveros, enthalten. Da in dem Bericht der Name Gottes nicht erwähnt wird, durften für seine Abschrift auch Frauen als Schreiberinnen tätig sein, wie die früheste Megilla der Sammlung von der Venezianerin Stellina aus dem Jahre 1564 bezeugt.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedem, der sich für Kunst im Allgemeinen und im Besonderen für das Judentum, seine Geschichte und Schriftkultur interessiert, sei ein Besuch auf der ansprechend und illustrativ gestalteten Seite der Online-Sammlung empfohlen: <a title="Braginsky Collection" href="http://www.braginskycollection.com/" target="_blank">http://www.braginskycollection.com/</a></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><em>Quellen:</em><br />
<em>http://www.evangelisch.de/themen/religion/die-schrift-als-sch%C3%B6nste-aller-sch%C3%B6pfungen58557</em><br />
<em>http://www.schoeneseiten.landesmuseum.ch/ausstellung.html</em></p>
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		<title>Die Feste des Judentums</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 12:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Perrot</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Haben Sie sich schon immer gefragt, ob Juden zum Passafest heute noch Lämmer schlachten? Wissen Sie, was es mit dem Chanukkawunder auf sich hat? Oder ob und wie in Israel Karneval gefeiert wird? Im ersten Teil unserer neuen Reihe &#8220;Was Christen vom Judentum wissen sollten&#8221; werden die sieben wichtigsten Feste des Judentums vorgestellt: Kurz und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Haben Sie sich schon immer gefragt, ob Juden zum Passafest heute noch Lämmer schlachten? Wissen Sie, was es mit dem Chanukkawunder auf sich hat? Oder ob und wie in Israel Karneval gefeiert wird?</p>
<p style="text-align: justify;">Im ersten Teil unserer neuen Reihe &#8220;Was Christen vom Judentum wissen sollten&#8221; werden die sieben wichtigsten Feste des Judentums vorgestellt: Kurz und prägnant und mit zahlreichen Bildern illustriert erfahren Sie mehr über biblischen oder nachbiblischen Ursprung der Feste, ihre Bedeutung und die mit jedem Fest verbundenen Besonderheiten und Sitten.</p>
<p>Hier gelangen Sie zur pdf-Datei:</p>
<a href="http://www.israelogie.de/download-ordner/127">Die Feste des Judentums</a>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: © David Shankbone (flickr.com)</p>
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