Franz-Delitzsch-Preis 2019

 

Am Mittwoch, den 17. April 2019 fand die diesjährige Franz-Delitzsch-Preisverleihung an der Freien Theologischen Hochschule Gießen statt. Dort prämierte das Institut für Israelogie drei herausragende Arbeiten, die thematisch mit Israel, dem Alten Testament und den Forschungsschwerpunkten des Instituts zusammenhängen. Dieser Preis wird vom Institut jährlich vergeben, und ist nach Franz Delitzsch (1813–1890) benannt – einem lutherischen Theologen, der als herausragender Kenner des Alten Testaments und der hebräischen Sprache gilt. Die diesjährige Preisverleihung wurde von Prof. Dr. Berthold Schwarz, Prof. Dr. Helge Stadelmann und Studenten der Hochschule geleitet.

Der diesjährige Hauptpreis ging an Prof. Dr. Isaac Kalimi für sein 2018 erschienenes Werk “Untersuchungen zur jüdischen Schriftauslegung und Theologie. Bindung Isaaks, Geschichte Josefs und Biblische Theologie”. Kalimi ist Professor an der Evangelisch-Theologischen Fakultät an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, und gilt als einer der weltweit führenden Wissenschaftlern im Bereich der Hebräischen Bibel und der Geschichte des antiken Israel. Er setzt sich außerdem seit Jahren für einen interkulturellen und interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch zwischen jüdischen und christlichen Theologen ein.

Der Franz-Delitzsch-Förderpreis ging an Dr. Siegbert Riecker für seine Arbeit “The Old Testament Basis of Christian Apologetics. A Biblical-Theological Survey (2018)”. Riecker promovierte im Bereich Altes Testament und ist Lehrer für Dogmatik, Ethik und Apologetik an der Bibelschule Kirchberg.

Zudem wurde der Studenten-Sonderpreis verliehen an Keshava Wolf, einen Studenten der Freien Theologischen Hochschule Gießen, für seine Seminararbeit “Das Israelverständnis des Paulus in Römer 9-11 (2018)”. Während der Feierlichkeiten wurde der Preis Keshava Wolf persönlich überreicht – Kalimi und Riecker wurden in absentia prämiert.

 

Darauf folgte ein kurzer Reisebericht des letztjährigen Beer-Sheva Stipendiaten Philip Quast, der von seinem sechswöchigen Aufenthalt an der Ben-Gurion-Universität des Negev berichtete (sein ausführlicher Reisebericht findet sich hier). Das diesjährige Beer-Sheva-Sommeruni-Stipendium erhielt Alena Edler, langjährige studentische Mitarbeiterin des Instituts für Israelogie.

Die Preisverleihung wurde abgerundet durch gemeinsame Lieder, wie das israelische Volkslied Hevenu Shalom alechem und einen Kurzvortrag von Altrektor Prof. Dr. Helge Stadelmann, der zum Thema “Wendezeit” darüber sprach, wie Israel bei Christen wieder in den Fokus gerückt ist.

   

Über die Franz-Delitzsch-Preisverleihung 2019 berichtete auch die Gießener Allgemeine und der Gießener Anzeiger.