Der Nahost-Konflikt

 

Soldaten in Hebron reden mit einem jüdischen Kind.

Dennis Prager, ein US-amerikanischer Radiotalkmaster, Journalist, Autor, Ethiker und Redner äußert sich in einer fünfminütigen Rede zum Nahostkonflikt. Er beschreibt diesen Konflikt, der in der Welt immer als äußerst komplex dargestellt wird, sehr simpel. Seiner Ansicht nach ist es der am einfachsten zu erklärende Konflikt dieser Welt. Er beschreibt es wie folgt: „Es kann der am schwierigsten zu lösende Konflikt sein, aber es ist der am einfachsten zu erklärende.“ Prager sieht diese einfache Erklärung darin, dass eine Seite der Parteien den Tod des Anderen möchte.

Israel akzeptierte die Rechte der Palästinenser, friedlich in einem eigenen Staat leben zu dürfen. Das Problem dabei war, dass die meisten Palästinenser und viele Araber den jüdischen Staat nicht anerkennen wollten. Das ist seit 1947 Tatsache, als die UNO beschlossen hatte den Staat Palästina in einen jüdischen und arabischen zu teilen. Die Juden akzeptierten diese Teilung, wohingegen keines der arabischen Staaten diese akzeptierte.

Sicherheitszaun über dem palästinensischem Markt in Hebron, der vor fliegenden Steinen schützt.

Am 15.05.1948 (Unabhängigkeitskrieg) wurde der ein Tag junge Staat Israel von seinen fünf Nachbarstaaten angegriffen, Israel konnte sich jedoch verteidigen.  1967 rief der Diktator Ägyptens Gamal Abdel Nasser auf, „Israel zu zerstören“. Vier Nachbarländer machten sich bereit, um Israel anzugreifen. Israel wehrte sich nur gegen Ägypten und Syrien und versuchte, den jordanischen König vom Krieg abzubringen. Er beteiligte sich trotzdem beim Angriff. Nach diesem Ereignis übernahm Israel die Kontrolle auf der Sinai-Halbinsel und in der Westbank. Kurz nach diesem Krieg versammelten sich die arabischen Staaten in Khartoum/Sudan und vereinbarten: Keine Anerkennung, kein Friede und keine Verhandlungen mehr mit den Juden.

1978 gab Israel die Sinai-Halbinsel, die größer als Israel selbst ist und viele Ölvorkommen hat, aufgrund einer Friedensvereinbarung unter einer neuen ägyptischen Regierung, zurück. Das Anliegen Israels war es immer, sofern möglich – einfach in Frieden mit den Palästinensern zu leben. Das einzige, was diese akzeptieren müssten, ist, dass Israel ein jüdischer Staat ist, der in Frieden leben möchte.  Als Israel im Jahre 2000 in Verhandlungen mit den Palästinensern trat und ihnen über 95% der Westbank und den gesamten Gazastreifen gab, folgten statt Gesten der Verständigung und des Friedens Terroranschläge gegen Israel.

Rekonstruiert man diese Ereignisse ist der Konflikt nicht schwer zu erklären: „Eine Seite möchte den Tod der Juden“. Das Motto der Hamas ist: „Wir lieben den Tod so sehr, wie die Juden das Leben lieben.“

Sicherheitszaun über dem palästinensischem Markt in Hebron, der vor fliegenden Steinen schützt.

Es gibt 22 arabische Staaten auf dieser Welt, und Israel ist gerade einmal so groß wie New Jersey oder Hessen. Wir könnten ja einmal den Gedanken durchspielen, dass Israel und die arabischen Staaten vereinbaren würden: „Wir möchten nicht mehr gegeneinander kämpfen, sondern in Frieden miteinander leben“. Wenn Israel dies sagen und dann die Waffen niederlegen würde, so käme es dazu, dass Israel umgehend angegriffen und bedrängt würde. Würde dahingegen die arabische Gemeinschaft diese Vereinbarung treffen und auch verbindlich zusagen, so wäre am nächsten Tag schon Frieden und keine militärischen Aktionen kämen von Israels Seite. Es sagte einmal ein weiser Beobachter des Nahostkonflikts: „Legen die Palästinenser die Waffen nieder, gibt es Frieden. Legt Israel die Waffen nieder, gibt es am nächsten Tag kein Israel mehr!“

Literaturhinweise zur Landfrage Israels: EDIS Band 6 Schwarz, Berthold, Wem gehört das ‚Heilige Land‘. Christlich-theologische Überlegungen zur biblischen Landverheißung an Israel, Frankfurt am Main 2014 Gerloff, Johannes, Die Palästinenser. Volk im Brennpunkt der Geschichte, Holzgerlingen 2011

(mr)

Quellen:
http://www.youtube.com/watch?v=8EDW88CBo-8
http://de.wikipedia.org/wiki/Dennis_Prager
  Fotos: Alle Bilder: privat@mr