Franz Delitzsch
Franz Julius Delitzsch (* 23. Februar 1813 in Leipzig; gest.: 4. März 1890 ebenda) war deutscher evangelischer Theologe mit dem Schwerpunkt alttestamentliche Exegese. Er gilt bis heute als herausragender Kenner der Hebräischen Sprache
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Familie
Delitzsch wurde als Sohn des kleinen Händlers, Handarbeiters und Tagelöhners Johann Gottfried Delitzsch und der Susanna Rosina geb. Müller in Leipzig geboren. Er war das jüngste von drei Kindern seiner Eltern, darunter das einzige, das das frühe Säuglingsalter überlebte.
Dass Delitzsch trotz der kleinen Verhältnisse, aus denen er stammte, Schule und Universität besuchen konnte, verdankt er dem jüdischen Antiquar Lewy Hirsch, den er seinen “Wohltäter von Jugend an” nennt. Der jüdische Händler wohnte im selben Haus und stand der Familie Delitzsch nahe.
Franz Delitzsch ist der Vater des bekannten Assyriologen Friedrich Delitzsch (1850-1922), der den Babel-Bibel-Streit auslöste.
Leben
Nach seinem Theologie-Studium wurde er allmählich Professor für Altes Testament an den Universitäten Leipzig (1844), Rostock (1846), Erlangen (1850) und schließlich wieder in Leipzig (1867) und galt als großer Kenner der rabbinischen Literatur.
Franz Delitzsch hat Zeit seines Lebens viele auch bis heute noch bedeutende Projekte initiiert und mitgeprägt. Dazu gehört u.a. das “Institutum Judaicum Delitzschianum”, welches er 1886 zusammen mit einem Leipziger Pfarrer gegründet hat. Das Ziel dieses Instituts war es, die Judenmission auf der Welt mit theologisch-wissenschaftlicher Arbeit zu unterstützen.
Ein anderes Projekt war seine Übersetzung des Neuen Testaments ins Hebräische, damit Juden vertraut mit dem NT und mit Jesus Christus werden konnten. An dieser Übersetzung arbeite er 51 Jahre.
Ein drittes großes Projekt, war die Kommentierung des Alten Testaments, die er zusammen mit dem Kollegen Karl Friedrich Keil durchgeführt hat. Diese Reihe wurde später als die “Keil-Delitzsch Reihe” bekannt und ist vor allem für ihre philologische Genauigkeit berühmt.


